Erkelenz: Bahn-Drama: Mann springt vor Zug, Lokführer schwer verletzt

Erkelenz : Bahn-Drama: Mann springt vor Zug, Lokführer schwer verletzt

Tragisches Ende einer Zugfahrt. Auf der Bahnstrecke bei Erkelenz ist in der Nacht zum Samstag kurz vor 23 Uhr ein Mann von einer Brücke aus vor einen Zug gesprungen. Dabei prallte der Körper des 32-Jährigen gegen die Frontscheibe der Lokführerkabine.

Der Erkelenzer, der wohl in Suizidabsicht gehandelt hatte, starb am Unfallort. Der Lokführer wurde schwer verletzt. Er wurde mit erheblichen Gesichtsverletzungen ins Aachener Uniklinikum geflogen.

Die etwa 35 Passagiere wurden vor Ort von Ärzten und Seelsorgern betreut. Foto: CUH

Im Regionalexpress 397, der zwischen Mönchengladbach und Aachen unterwegs war, befanden sich etwa 35 Passagiere, mehrere von ihnen erlitten einen Schock. Sie wurden vor Ort von Ärzten und Seelsorgern betreut. Der Zug wurde zurück nach Erkelenz gefahren, wo die Bahnreisenden evakuiert und vom Rettungsdienst des Kreises Heinsberg versorgt wurden.

Der beschädigte Zug wurde zurück nach Erkelenz gefahren. Foto: CUH

Der Streckenabschnitt wurde nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei bis kurz vor 2 Uhr gesperrt. Mehrere Züge hatten Verspätung in dieser Nacht.

Der Zwischenfall erinnert fatal an einem Suizid vom Anfang August in Aachen. Damals war eine 80-Jährige von einer Brücke auf die Autobahn 544 gesprungen. Sie durchschlug die Windschutzscheibe eines Wagens. Dabei kam nicht nur die Rentnerin, sondern auch der 70-jährige Wagenlenker aus Düren ums Leben. Dessen Ehefrau und zwei Enkelkinder, die sich im Auto befanden, erlitten einen Schock. Laut Staatsanwaltschaft hatte die Seniorin das Auto des 70-Jährige nur zufällig getroffen.

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(pa)