AWO gestaltet mit dem Imkerverein eine Infotafel im Willy Dohmen Park

Infotafel im Willy Dohmen Park : Projekt zur Erhaltung der Honigbiene

Zum Schutz der Bienen starten die Arbeiter-Wohlfahrt und der Imkerverein Übach-Palenberg ein gemeinsames Projekt im Willy Dohmen Park.

„Wir möchten der Bevölkerung durch unser Projekt vermitteln, dass man Bienen nicht nur für Herstellung von Honig braucht, sondern etwa zwei Drittel unserer Nahrungspflanzen auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen sind. Daher müssen wir nun alles daran setzen, dass sich der Bestand der Bienen wieder erholt“, so Imker Hans-Willy Dohmen, der gemeinsam mit den Anleitenden und den Teilnehmenden der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme der AWO Service das Projekt zum Schutz der Bienen durchführt.

Insgesamt sieht man immer weniger Insekten. Vor allem sind Bienen aktuell sehr stark bedroht. Die starke Nutzung von Pestiziden in der Landwirtschaft aber auch Monokulturen machen den Bienen zu schaffen. Wie wir Menschen brauchen auch Bienen eine vielseitige Ernährung um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten aufrechtzuerhalten.

Monokulturen sowie „ordentlich“ gepflegte Gärten, die zum größten Teil nur aus Steinen und wenigen Zierpflanzen bestehen, erschweren der Biene die Nahrungssuche ungemein. Durch eine Kombination früh-, mittel- und spätblühender Blumen und Stauden steht der Garten von Frühjahr bis Herbst in voller Blüte und lockt dadurch viele Bienen an. Durch die vermehrte Bestäubung steigt auch der Gemüse- und Obstertrag im Garten.

Die Teilnehmenden der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme waren sichtlich überrascht, welche Auswirkungen ein Bienensterben mit sich bringt. Mit großem Engagement bauten sie unter Anleitung von Michael Schmitz, Fachanleiter im Werkbereich Holz der AWO service gGmbH, eine große Informationstafel für den Willi-Domen-Park, ein Areal, das in den 80er Jahren von einer Kiesgrube zu einem natürlichen Kleinod umgewandelt wurde.

Blumen locken Bienen an. Ordentliche Steingärten, wie sie derzeit in Mode sind, machen den Bienen die Nahrungssuche schwer. . Foto: Nicola Gottfroh

Hier kann die Biene wieder Biene sein, denn Blüten gibt es hier reichlich. Zur Osterzeit, wenn die Narzissen im Park blühen, beginnt auch für viele andere Pflanzen im Park die Vegetationsperiode. Bis in den Herbst hinein, erfreut sich die Biene an den vielen blühenden Bäumen, Sträuchern und Blumen. Bei dieser Vielzahl an Pflanzen fühlt sich die Honigbiene hier pudelwohl. Der Imkereiverein Übach-Palenberg betreibt im Willi Dohmen-Park mehrere Bienenvölker.

Auch auf dem Gelände der AWO service gGmbH in Übach-Palenberg geht die Honigbiene ihrem Job nach. Eingebettet in das pädagogische Konzept, konnten die Teilnehmenden der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme den kompletten Entstehungsprozess von Bienenhonig erleben und mitgestalten; angefangen von der Herstellung der Bienenstöcke in der hauseigenen Holzwerkstatt bis hin zur Gestaltung des Labels für das Honigglas.

Dieser praktische Bezug, so beobachtete Einrichtungsleiterin Ulrike Thiele, weckte bei vielen Jugendlichen nicht nur das Interesse zum Schutz der Bienen, sondern auch für Umweltschutzthemen im Allgemeinen.

(red)
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