Geilenkirchen: Awacs: 2025 Schließung der Nato-Airbase in Teveren?

Geilenkirchen: Awacs: 2025 Schließung der Nato-Airbase in Teveren?

Wilhelm-Josef Wolff hatte eine Frage. Thomas Fiedler gab die Antwort. Der kurze Dialog zwischen dem CDU-Fraktionsvorsitzenden und dem Bürgermeister der Stadt hat aber offenbar nicht für restlose Klärung der Situation gesorgt.

Im Hauptausschuss ging es um nichts Geringeres als die langfristige Zukunft der Awacs-Airbase bei Teveren.

Der Geilenkirchener Verwaltungschef hatte jüngst einer niederländischen Tageszeitung ein Interview gegeben. Nach Erscheinen der Ausgabe am vorigen Dienstag und begleitet von anderen Medien wurde Wilhelm-Josef Wolff auf die Passage aufmerksam gemacht, die Nato-Airbase werde voraussichtlich im Jahr 2025 schließen. Das habe Bürgermeister Fiedler gesagt.

„Informelle Quellen”

So bestätigte es der Angesprochene jetzt im Austausch mit der Geilenkirchener CDU-Fraktion, wenngleich er sich nicht in jedem Satz richtig wiedergegeben fühle. Die Konsequenz einer derart alarmierenden Nachricht - bislang hielt man die Airbase bis mindestens 2035 für „stabil” - relativierte Thomas Fiedler allerdings umgehend.

Im Journalistengespräch wäre das Stichwort Start-/Landebahnverlängerung behandelt worden. Ihm sei „aus informellen Quellen” zugetragen worden, es könne um das Jahr 2025 ein „Systemwechsel” bei der Aufklärung stattfinden.

Für nicht bemannte Flugzeuge sei nämlich Geilenkirchen nicht der passende Standort, habe er in diesem Zusammenhang weitergegeben, was er an anderer Stelle gehört habe.

Werde so etwas real überlegt, so Thomas Fiedler auf Anfrage dieser Zeitung, ergebe ein Bahnausbau auf Grund der sehr langen behördlichen Planfeststellungsphase keinen Sinn.

„Uns allen ist wichtig”, sagte der Bürgermeister, „dass es Awacs gut geht, natürlich aus wirtschaftlichen Aspekten für die Stadt.” Und das auf Dauer.

„Wir stehen zum Awacs-Verband”, betonte Wilhelm-Josef Wolff, „auch wenn die Triebwerke noch sehr laut sind.” Da für ihn „das Thema noch nicht hundertprozentig ausgeräumt” sei, werde die CDU, wenn nötig, wieder anfragen.

Für den Verband konnte sich dessen Sprecher Claus Cohnen auf zwei Sätze beschränken: „Aus welchen Quellen auch immer solche Zahlen stammen, hier liegt nichts Schriftliches vor. Alles andere”, so der Oberstabsfeldwebel, „ist reine Spekulation.”