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Waldfeucht: Ausstellung von Barbara Kubat-Rietz und Friedgard Mitwald im St. Elisabeth

Waldfeucht : Ausstellung von Barbara Kubat-Rietz und Friedgard Mitwald im St. Elisabeth

„Chaos im Regenbogenland“, „Schneebunt“ oder „Buntgewürfelt“ sind die Kunstwerke betitelt, die Barbara Kubat-Rietz und Friedgard Mitwald bis zum 13. Januar im Lichthof der Stationen C3/B3 des Krankenhauses St. Elisabeth in Geilenkirchen ausstellen.

Ebenso lustig und poetisch wie die Werktitel klingt auch der Name, den sich die beiden Künstlerinnen für ihr gemeinsames Projekt ausgedacht haben; sie nennen ihre Kooperation „Freiquiltgehege“. Der Name verweist auf die Technik, mit der Kubat-Rietz und Mitwald arbeiten.

Der englische Begriff Quilt verleiht der althergebrachten Steppdecke ungeahnten Glanz. Denn das, was die beiden Künstlerinnen in ihrem Atelier in Waldfeucht-Bocket nähen, ist keinesfalls mit dem vergleichbar, was die Urgroßeltern in der kalten Jahreszeit übers Ehebett warfen. „Freiquilten“ verweist zudem darauf, dass Barbara Kubat-Rietz und Friedgard Mitwald ihre Muster selber entwerfen und keiner PC-Vorgabe folgen.

Auch ihre Stoffe sind eigenhändig gefärbt. So entstehen ganz individuelle Patchworkdecken mit farbenfrohen Mustern. „Unsere Bilder sollen Freude machen in der etwas tristen Jahreszeit“, sagte Barbara Kubat-Rietz, „sie sollen Hoffnung und ein wenig Licht geben.“

Die Ausstellung im Geilenkirchener Krankenhaus markiert für die beiden Künstlerinnen auch ein Jubiläum. Sie arbeiten nun seit fünf Jahren in ihrem „Freiquiltgehege“ zusammen. Zur Vernissage der Ausstellung „Faszinierende Stoff-Beziehungen“ waren auf Einladung der Gruppe Kultur im Krankenhaus (KiK) viele Besucher gekommen, die sich von den großformatigen, farbenfrohen Kunstwerken begeistern ließen. Leo Gerads begrüßte die Gäste im Namen der Gruppe KiK und führte sie in die Kunst von Barbara Kubat-Rietz und Friedgard Mitwald ein.

Gerads erklärte, dass die beiden Künstlerinnen sich vor 14 Jahren bei einem Patchworkkurs kennen gelernt hätten und seit sechs Jahren intensiv gemeinsam nähen würden. Barbara Kubat-Rietz habe es mal als ein „exzessives, angstfreies Nähen aus der Mitte heraus“ bezeichnet, so Leo Gerads. Bei renommierten Kursleitern in Krefeld, aber auch in Amerika hätten beide ihre Kenntnisse vertieft.

Gerads: „Man kann das Quilten auch ein Zeichnen mit der Nadel nennen, und anders als bei Steppdecken entstehen besonders bei den Wandbehängen die künstlerischen Muster frei aus Kopf, Bauch und Herz.“ Barbara Kubat-Rietz und Friedgard Mitwald hätten bereits in England, Luxemburg und einer Kirche in Roermond ausgestellt, so Gerads weiter.

Er verwies besonders auf ein Werk der Künstlerinnen, dass sie nach einem Bild gearbeitet hatten, das Friedhelm Pils in seiner vorangegangenen KiK-Ausstellung gezeigt hatte. Während Pils mit Buntstiften zu Werke ging, arbeitete das „Freiquiltgehege“ mit Stoffen. Weggeworfen wird dort übrigens nichts, aus den Stoffresten werden Taschen und Täschchen.