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Raum des Abschiednehmens: Aussegnungshalle im Umsiedlungsort feierlich eingeweiht

Raum des Abschiednehmens : Aussegnungshalle im Umsiedlungsort feierlich eingeweiht

Auf dem Friedhof im Umsiedlungsort ist die neue Aussegnungshalle feierlich eingesegnet worden. Sie besitzt einen besonderen Blickfang.

In einer feierlichen Zeremonie ist jetzt die Aussegnungshalle mit Kolumbarium auf dem Friedhof im Umsiedlungsstandort Keyenberg (neu), Kuckum (neu), Westrich (neu) und Berverath (neu) eingesegnet worden.

Die Aussegnungshalle mit angeschlossenem Kolumbarium wurde nach den Entwürfen des Technischen Beigeordneten Ansgar Lurweg in einer Bauzeit von knapp einem Jahr fertiggestellt. „Wir wollten mit wenigen prägenden Elementen ein Bauwerk gestalten, dass sich deutlich von den in früheren Jahren errichteten Aussegnungshallen abhebt“, erläuterte Ansgar Lurweg die Idee. „So sollte eine größtmöglich überdachte Fläche mit viel Lichtdurchlässigkeit entstehen, ein künstlerisches Element integriert werden, und das Gebäude sollte an neue Bestattungsformen angepasst sein.“

Drei einfache Architekturelemente, ein großer Betonwinkel und zwei Kuben bilden den nach drei Seiten geschlossenen Raum. In einem Kubus ist das Kolumbarium integriert.

„Im Kontext der Umsiedlung hat der Friedhof eine ganz besondere Bedeutung“, so Bürgermeister Stephan Muckel. „Schon die Einweihung im Jahr 2019 war ein sehr emotionaler Moment. Die neue Aussegnungshalle macht diesen Ort komplett und schafft einen Raum der Ruhe, des Loslassens und des Abschiednehmens.“

Ein Blickfang ist das von Marcus Steffen geschaffene Kunstwerk aus einzelnen Glaselementen, das die rückwärtige Wand durchbricht und eine hohe Symbolkraft ausstrahlt. Der Glaskünstler stellte sein Werk namens Torus vor. Das Kreuz ist lichtdurchlässig und strahlt in vielen bunten Farben.

„Trotz des Chaos gibt es aber einen ruhigen Pol in der Mitte“, beschrieb es der Künstler. Außen an der Wand sind zwei Streifen, die ebenfalls lichtdurchlässig sind und durch 72 konzentrisch gestalteten Kreisen aus Quadraten bestehen. „Die meisten davon sind hell, andere sind dunkel. Was auf den ersten Blick wie zufällig angeordnet wirkt, hat aber einen besonderen Hintergrund“, so Marcus Steffen. „Die dunklen Quadrate ergeben das ‚Vater unser‘ im Morsecode.“

Die Geistlichen Pfarrer Werner Rombach (Katholische Pfarre Christkönig) und Günter Jendges (Evangelische Kirchengemeinde Erkelenz) gestalteten gemeinsam die Segensfeier.

(red)