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Im Schlamm stecken geblieben: Ausritt endet mit spektakulärer Pferderettung aus der Rur

Im Schlamm stecken geblieben : Ausritt endet mit spektakulärer Pferderettung aus der Rur

Was ein entspannter Ausritt an der Rur werden sollte, endete mit einem spektalulären Einsatz der Feuerwehr Heinsberg.

Den Feiertag am Dienstag und das sonnige Wetter wollte eine Reiterin aus Heinsberg-Unterbruch für einen entspannten Ausritt nutzen. Doch dabei ritt sie aus bisher unbekannten Gründen zwischen Heinsberg und Wassenberg im Uferbereich durch einen Altarm der Rur und das Pferd blieb im Schlamm stecken. Zunächst habe die Reiterin noch probiert, das Tier allein zu befreien, sagt Markus Meyers von der Feuerwehr Heinsberg. Doch sie hatte keine Chance und alarmierte so schließlich die Feuerwehr.

„Als wir ankamen, steckte das Pferd bereits bis zum Bauch im Matsch“, berichtet Meyers. Die Beine waren völlig versunken, nur der Kopf und der Hals hätten noch aus dem Morast geguckt. „Wir mussten den Bereich zunächst mit Holzbohlen sichern“, erklärt der Feuerwehrmann. Mit dem Hebegeschirr für Großtiere konnte das Pferd nicht gerettet werden, daher mussten die Kameraden improvisieren.

„Wir haben zunächst mit den Händen den Schlamm unter dem Bauch weggegraben und dann Schläuche um den Bauch geführt“, so Meyers. Mit einem Radlader hätten sie das Tier anschließend vorsichtig aus dem Schlamm gezogen. „Der ganze Einsatz wurde von einem Tierarzt begleitet“, führt Meyers aus. „Wir hatten Sorge um den Kreislauf des Pferdes.“ Doch das Tier habe sich ruhig verhalten und der Tierarzt habe nicht eingreifen müssen.

„Die Reiterin ist nach der Rettung mit dem Pferd zu Fuß zurück zum Stall gelaufen“, sagt Meyers. Dort habe es erst einmal eine Dusche für Mensch und Tier gegeben: „Beide waren unverletzt.“ Insgesamt hat der tierische Einsatz zwei Stunden gedauert, 41 Einsatzkräfte waren im Einsatz.

„Vor einem halben Jahr hatten wir bereits einen ähnlichen Einsatz“, erinnert sich Meyers. Auch da wollte eine Reiterin mit ihrem Pferd einen toten Arm der Rur durchqueren. „Aber das ist keine gute Idee“, betont Meyers und rät zu mehr Achtsamkeit im Uferbereich. „Auch wenn der Bereich trocken aussieht – er ist es nicht.“ Menschen könnten sich mit etwas Glück noch allein aus dem Matsch befreien, Pferde seien dafür hingegen viel zu schwer. Sie würden in kurzer Zeit sehr tief versinken. „Diese Bereiche sollte man daher meiden“, rät Meyers.