Heinsberg: Aus dem fünften Stock gestürzt: Flüchtender überlebt

Heinsberg: Aus dem fünften Stock gestürzt: Flüchtender überlebt

Wohl auf der Flucht vor der Polizei ist am Mittwoch ein Mann von einem Balkon in der fünften Etage eines Hauses an der Röntgenstraße in Heinsberg-Oberbruch gestürzt. Der 28-Jährige überlebte - allerdings schwer verletzt.

Beamte in Zivil hatten an der Wohnungstür geklingelt, um die Räume auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aachen zu durchsuchen.

Ein 28-jähriger Mann, der sich laut Polizei nur zufällig in der Wohnung aufhielt, erkannte die Beamten, schlug die Tür zu und lief auf den Balkon - vermutlich, um zu flüchten. Wie genau er dann von dem Balkon in die Tiefe stürzte, konnte die Polizei zunächst noch nicht sagen. Aber er landete auf einem Rasenstück. Vermutlich habe das den Aufprall etwas abgemildert, meinte eine Polizeisprecherin.

Die Beamten leisteten Erste Hilfe. Der schwerverletzte Mann musste mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.

Zumindest der Grund für die panikartige Reaktion kam bald ans Licht. Wie die weiteren polizeilichen Ermittlungen ergaben, lagen gegen den 28-Jährigen mehrere Haftbefehle vor. Die Polizei ermittelt jetzt, wie es zu dem Sturz kam.

2013 hatte bereits einmal im Kreis Heinsberg ein Balkon-Sturz für Aufsehen gesorgt. Ein damals 23-jähriger Postbote hatte in Geilenkirchen eine Frau aufgefangen, die aus dem 2. Stock gestürzt war. Die Frau kam ins Krankenhaus, der Retter hatte hinterher eine gebrochene Nase.

(ger)
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