Auf der A46 bei Heinsberg brennt ein Autotransporter

Sperrung zwischen Dremmen und Heinsberg: Autotransporter auf A46 ausgebrannt

Der Feuerschein erleuchtete in den dunklen Morgenstunden einen Teil der A46 zwischen Dremmen und der Heinsberger Ausfahrt an Janses-Mattes. Dort war ein Lkw, beladen mit mehreren Mercedes-Pkw, in Brand geraten. Der Streckenabschnitt musste bis in die Mittagsstunden gesperrt werden.

„Die Aussage des Fahrers war, ,mir wurde warm im Führerhaus und dann habe ich nach hinten geguckt’“, erklärt ein Sprecher der Autobahnpolizei Düsseldorf, die die verkehrstechnische Abwicklung des Brandes und seiner Folgen übernommen hatte. Was der Fahrer, ein 50-jähriger Ungar, dann zu sehen bekam, dürfte ihm zusätzliche Hitzewallungen verursacht haben. Denn am Ende seines Sattelschleppers seien bereits die Flammen aus einem der geladenen Pkw geschlagen.

Am heutigen Morgen, kurz vor 6 Uhr, war es im Berufsverkehr geschehen. Zum Glück gelang es dem 50-Jährigen, noch rechtzeitig das Fahrzeug zu verlassen. Er selbst alarmierte denn auch die Feuerwehr.

Bereits auf der Anfahrt wurde die Alarmstufe auf Feuer 2 erhöht, da der Lkw mit sieben geladenen Pkw lichterloh brannte. Der Einsatzleiter Wolfgang Esser setzte gleich vier Trupps unter Atemschutz und vier C- Rohre ein. Die Einsatzstelle wurde noch zusätzlich ausgeleuchtet und im Hintergrund für Wassernachschub gesorgt, da es auf der Autobahn ja kein Hydranten-Netz gibt, das hätte angezapft werden können. Von der Nato-Flughafenfeuerwehr setzte sich ein Tanklöschfahrzeug umgehend in Bewegung, um der Heinsberger Feuerwehr weitere 10.000 Liter Wasser zu bringen.

Foto: Feuerwehr Heinsberg

Da der ungarische Lkw und sein Anhänger durch die hohen Temperaturen teilweise eingebrochen waren, erschwerten sich die Nachlöscharbeiten laut Mitteilung der Feuerwehr erheblich, so dass die Feuerwehr im Einsatzverlauf auf Schaummittel setzte. Dieses wurde auch über eine Drehleiter von oben auf den Sattelschlepper gesprüht. Erst gegen 14 Uhr wurde die A46 in dem Teilbereich wieder für den Verkehr freigegeben.

Es entstand ein erheblicher Sachschaden, dessen genaue Höhe jedoch noch nicht bekannt ist. Ebenso ist die Frage offen, wie es zu dem Brand kommen konnte. Hierzu ermittelt die Heinsberger Polizei derzeit. „Der Lkw wird zur Gefahrenabwehr auf ein Sicherstellungsgelände gebracht“, sagte Angela Jansen, Sprecherin der Kreispolizeibehörde.

Zum Einsatz kamen neben der Polizei über 86 Kräfte der Löscheinheiten Dremmen, Oberbruch, Porselen, Uetterath, der Löschzug Stadtmitte sowie die IUK- Einheit und der Rettungsdienst. Einige Einheiten wie die Löschgruppe Kirchhoven besetzten die Gerätehäuser, um den Grundschutz in der Stadt Heinsberg sicher zu stellen.

(her)
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