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Sternsinger im Kreishaus: Auch der Landrat ist vom Engagement beeindruckt

Sternsinger im Kreishaus : Auch der Landrat ist vom Engagement beeindruckt

Da wurden in diesem Jahr beim Gastgeber nicht nur Erinnerungen wach: Landrat Stephan Pusch, der bisher bei den jährlichen Empfängen im Kreishaus den Sternsingern immer nur aus seiner Jugend hatte erzählen können, war dieses Mal selbst unterwegs gewesen.

Zusammen mit seinem Sohn Caspar, der sogar so heißt wie einer der drei heiligen Könige, war er mit einer Gruppe in Kleingladbach von Tür zu Tür gegangen. Da habe er erst wieder gespürt, was das Sternsingen doch für ein „anstrengender Job“ sei, gestand er den kleinen gekrönten Häuptern, die sich derweil bei Saft, Kakao und Keksen stärkten.

Immer noch würden sich die meisten Menschen freuen, an deren Türen die Sternsinger klingeln und ihren Segensspruch anbringen würden, hatte der Landrat in diesem Jahr selbst erfahren. Nicht so einfach sei es jedoch, in allen Orten noch genügend Kinder, junge Menschen und Eltern zu motivieren, sich an der Aktion zu beteiligen, wusste er auch zu berichten. Vielleicht sei es eine Idee, die Kinder nicht nur kurz vor der Aktion, sondern auch im Verlaufe des Jahres zusammenzuführen. „Frieden! Im Libanon und weltweit“ habe in diesem Jahr das Motto geheißen, zitierte Pusch von einem Plakat in der Kantine des Kreishauses, wo der Empfang auch in diesem Jahr wieder stattfand. „Es gibt so viele Kriege, die das Schlimmste anrichten“, sagte er. Als Sternsinger könnten auch Kinder hier schon Solidarität zeigen.

Begrüßt hatten die Kinder zuvor Michael Kock, Vorsitzender des BDKJ-Regionalverbands, und Maik Vollberg, Jugendbeauftragter für die Region Heinsberg. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied ging es dann für alle zunächst wieder hinaus vor die Tür des Kreishauses, wo dieses Mal Dirk Backus von einer Sternsingergruppe aus der Pfarrei St. Nikolaus Rurkempen die Ehre hatte, den Segensspruch über der Tür anzubringen. Anschließend beförderte der Landrat noch eine Spende in die Dose seiner Schwester Christin. Weitere Sternsingergruppen waren aus Erkelenz, Gangelt, Heinsberg und Hückelhoven ins Kreishaus gekommen.

Der Heinsberger Sternsinger-Empfang durch den Landrat sei eine ganz besondere Veranstaltung im Jahr. „Das gibt es nicht überall“, betonte, wieder zurück in der Kantine, Hiltrud Derix. Sie nahm wie Diakon Stepan Lütgemeier als Vertreterin des Regionalteams an der Veranstaltung teil. In diesem Jahr solle mit dem gesammelten Geld hauptsächlich Kindern im Libanon geholfen werden, rief sie den Titel des Plakats noch einmal in Erinnerung. „In dem Land selbst ist zwar kein Krieg, aber aus der Nachbarschaft, zum Beispiel aus Syrien, müssen viele Menschen in den Libanon fliehen. Unter ihnen sind natürlich zahlreiche Kinder“, erklärte sie.

Anhand mehrerer Beispiele führte sie den kleinen Königen vor Augen, wie viel besser es ihnen hier in Deutschland geht. Das sei nicht selbstverständlich für alle Kinder auf dieser Welt. „Um die Kinderwelt ein bisschen besser zu machen, habt Ihr Euch als Sternsinger in den letzten Tagen auf den Weg gemacht“, sprach auch sie ihren Dank aus. „Ihr seid bewundernswert!“

Viel Spaß hatten bei dem kurzweiligen Empfang zudem alle an dem Programm „Hüpfvergnügt“ mit Musikclown Anders Orth vom Kinderlieder-Mitmach-Theater „Lila Lindwurm“ aus Mönchengladbach.