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Ausstellung: Archaische Wirkung mit der Kettensäge

Ausstellung : Archaische Wirkung mit der Kettensäge

Mit einer Kettensäge fertig Marianus Langner aus Eichenstämmen Skulpturen. Ausgewählte Arbeiten zeigt der Erkelenzer am 11. Dezember.

Für den Erkelenzer Marianus Langner ist Sonntag, 11. Dezember, ein ganz besonderer Tag. Dann wird er sich erstmals mit seinen bildhauerischen Werken der Öffentlichkeit präsentieren. Eingeladen sind Interessierte von 12 bis 17 Uhr, seine erste Ausstellung „Eichenskulptur“, die er in seinem Garten, Anton-Heinen-Straße 54, zeigt, zu besuchen.

Langner fertigt Holzskulpturen mit der Kettensäge. Alles begann damit, dass er vor neun Jahren anlässlich seines 50. Geburtstags mit seiner Frau auf der Suche nach einer Gartenskulptur war. Jedoch entsprach nichts den Vorstellungen der Eheleute. Also kaufte er sich von dem Geburtstagsgeld eine Kettensäge, besorgte sich Stämme aus Eichenholz und fertigte seine erste Skulptur. Sie steht noch heute im Garten von Marianus Langner. Diese Leidenschaft der körperlichen und kreativen Arbeit mit einer Maschine lässt ihn nicht mehr los. „Sie ist ein toller Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit. Man verspürt vollkommene Befriedigung, etwas Kreatives geschaffen zu haben“, erläutert Marianus Langner.

Als Material dienen ihm Eichenstämme. Diese werden in einem ersten Schritt in Teile zerlegt, ehe in vielen Arbeitsprozessen aus dem Holz eine Skulptur wird. Die Gemeinsamkeit der bildhauerischen Arbeiten besteht in ihrer archaisch reduzierten Wirkung. So entstanden jene Figuren, die Marianus Langner „Zweifiguren“ nennt.

Es handelt sich um Paare, die aus einem Block herauswachsen und eng aneinander stehen. Symbolisch stehen sie für die Liebe zweier Menschen. Für Langners kreative Weiterentwicklung stehen die Arbeiten der neuen Generation, die nichts mehr Figürliches zeigen, sondern als Säulenreliefs gestaltet sind. Weitere Arbeiten kommen hinzu, darunter auch die Kombination von Eichenholz und Eisen.

(red)