Arbeitskreis Auenherz stellt Insektenhotels auf

Insektenoase : Zimmer frei für fleißige Honigsammler, dicke Brummer und andere Krabbeltiere

Ein gutes halbes Jahr ist es her, als eine Landparzelle im Naturschutzgebiet „untere Ruraue“ nahe Ophoven vom Arbeitskreis Auenherz des Heimatverein Wassenbergs aufgewertet und renaturiert wurde. Nun konnte das Projekt „Insektenoase“ nach finalem Abschluss endlich vorgestellt werden.

Damals wurden viele künstlich angelegte Tannen und Fichten entfernt, um den natürlichen Auenwald des Gebiets am unteren Ende der Rur wieder herzustellen. Im Frühjahr wurde das Projekt fortgesetzt: in der Landschaftsparzelle wurden Wildblumenwiesen gesät und jeweils ein Bienen- und Insektenhotel sowie zwei Hummelbrutkästen gebaut. Einige in Eigenleistung gefertigte Vogelnistkästen wurden in der Folge ebenfalls aufgestellt.

Vorgestellt wurde das abgeschlossene Projekt rechtzeitig zum Weltbienentag am 20. Mai. Dazu wurden 17 Kinder aus der Vorschulgruppe der Kindertagesstätte Steinkirchen eingeladen. Nach einer 30 minütigen Wanderung durch das Rurauengebiet bekamen sie zunächst einen Pflanzen- und Tiervortrag von Karl-Heinz Derichs, einen der Hauptinitiatoren des Arbeitskreises, zu hören, bei dem er ebenfalls erklärte, was man in der Parzelle alles bewirkt habe. Sie nutzten die Gelegenheit, um brennende Fragen zum Naturschutzgebiet und dessen Biozönose zu stellen.

Anschließend wurden die Kinder mit einer Wildblumensamentüte ausgestattet. In Begleitung von Mitgliedern des Arbeitskreises durften sie voller Eifer ihre eigenen Wildblumen sähen und markieren. Dabei bekamen sie den kompletten Facettenreichtum der Natur zu spüren, denn während sie die Samen verteilten, konnten sie den zwitschernden Vögeln lauschen, die umher schwärmenden Insekten beobachten und einen Storch in ihrer Nähe erfassen.

Da nicht nur die Kinder, sondern auch die Arbeitskreismitglieder gespannt sind, ob aus den ausgestreuten Samen eine neue Blumenwiese entsteht und ob die Nistplätze reichhaltig belegt werden, vereinbarte man, sich in einigen Wochen erneut auf dem Grundstück zu treffen. Verläuft das Projekt weiter so erfolgreich wie bisher, ist es anzunehmen, dass dann viele neue Insekten und Pflanzen zu beobachten sind.