Arbeitsgemeinschaft der Senioreninitiativen im Kreis fordern mehr Hilfsangebote

Senioren : Angebote verbessern und Lücken schließen

Bei der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Senioreninitiativen im Kreis Heinsberg im Kreishaus in Heinsberg drehte sich wieder alles um die Verbesserung der Situation für die Senioren in der Region.

Zunächst konnte der Vorsitzende Heinz-Peter Benetreu zwei neue Mitglieder begrüßen. Roswitha Eichhorn-Jordan aus Geilenkirchen vertritt in der Arbeitsgemeinschaft die Partei Bündnis90/Die Grünen, Kreisverband Heinsberg. Den Runden Tisch der Senioren in Geilenkirchen vertritt künftig Mario Ohnesorg vom Franziskusheim Geilenkirchen.

Die Arbeitsgemeinschaft zählt inzwischen 16 gemeinnützige Organisationen, Initiativen, Parteien, Institutionen und Vereine. Beim Themenbereich „Mehr Hilfsangebote für ältere Menschen auf dem Land“ gehe es der Arbeitsgemeinschaft um die Menschen, die Beratung und Hilfe suchen. Die Menschen, die vor und bei der Pflege besonderen Schutz und verständliche Unterstützung bedürfen, so der Vorsitzende der Versammlung.

Zu diesem Thema referierte Marcel Ballas, Geschäftsführer der Lambertus gGmbH, Hückelhoven.  Dabei stellte der Referent insbesondere die unterschiedlichen Systeme der persönlichen Beratung, der Hilfestellung und Pflege älterer Menschen in Deutschland und in den Niederlanden dar. „Die Niederländer gehen bei der Versorgung älterer Menschen einen anderen Weg als die Deutschen“, so Ballas.

An der flächendeckenden Versorgung im Bereich der trägerunabhängigen Beratung gegenüber pflege- und hilfebedürftige Personen sahen die Senioren der Arbeitsgemeinschaft allerdings einigen Handlungsbedarf im Kreis Heinsberg. Dazu gehöre eine verbesserte, präventive, unabhängige und aufsuchende Beratung. Ein offenes Ohr für Hilfebedürftige und qualifizierte Hilfestellung bei Kontakten zur örtlichen Altenhilfe.

Bei der verbindlichen Bedarfsplanung im Rahmen der Pflegebedarfsplanung im Kreis Heinsberg müsse zukunftsorientiert und nachvollziehbar auch das Angebot an qualifiziertem Beratungs- und Pflegepersonal Berücksichtigung finden. Hier nehme die Kommune, ob Kreis, Stadt oder Gemeinde für die Gestaltung des Lebens im Alter eine wesentliche Rolle ein, so der Vorsitzende Benetreu. Nach Vorstellung der Arbeitsgemeinschaft sollte der Beirat für Generationenfragen nach einer Diskussion einen Denkanstoß an Politik, Verwaltung und weitere Entscheidungsträger geben. Der Beirat sollte Anregungen zur Bedarfsprüfung und zur Beantwortung der Fragen geben, welche Dienste vorhanden sind, welche Angebote verbessert und wo Lücken geschlossen werden sollten.

Die Mitgliederversammlung beauftragte das Leitungsteam, im Sinne der geführten Diskussion einen Antrag zu formulieren und diesen an den Vorsitzenden des Beirats für Generationenfragen, Landrat Stephan Pusch zu richten. Die Arbeitsgemeinschaft der Senioreninitiativen entsendet sechs Mitglieder in dem aus zwölf Mitgliedern (plus dem Vorsitzenden ohne Stimmrecht) bestehenden Beirat für Generationenfragen.

Bei der Wahl der Leitung der Arbeitsgemeinschaft, die unter der fachkundigen Leitung von Jürgen Köllmann, Seniorenbeauftragten des Kreises Heinsberg, durchgeführt wurde, wurde der Vorsitzende Heinz-Peter Benetreu Heinsberg, einstimmig wiedergewählt.

Er wird unterstützt durch das aus drei Personen bestehende Leitungsteam. Hier wurden die Rechtsanwältin Stephanie Kötting, Kreisgeschäftsführerin des VdK, und Jürgen Seeler vom Runden Tisch für Senioren in Erkelenz einstimmig wiedergewählt.

Heinz Meißner, Hückelhoven, Kreisvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft SPD 60 Plus, wurde neu und ebenso einstimmig wiedergewählt. Der 87-jährige Wegberger Josef Nievelstein vom KAB Bezirk Heinsberg kandidierte aus Altersgründen nicht mehr.

(red)
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