Appell zum Volkstrauertag in Schreiben an die Vereinsvorsitzenden

Appell zum Volkstrauertag : „Das wird unserem Auftrag nicht gerecht“

Zu einem Gedenken anlässlich des Volkstrauertages lädt die Stadt Heinsberg am Sonntag 17. November, um 10 Uhr zum Kriegerdenkmal an der Linderner Straße ein.

„Wie in jedem Jahr erinnern wir uns auch hier in Heinsberg der Soldaten, die in den beiden Weltkriegen starben, sowie der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft als Vertriebene oder Flüchtlinge ihr Leben verloren“, schreiben der Erste Beigeordnete Jakob Gerards und Ortsvorsteher Siegried Jansen in einem Brief, den sie in diesem Jahr an alle Vereinsvorsitzenden geschrieben haben.

Zudem habe man die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage im Blick. „Die Entwicklung zeigt uns, dass es nicht selbstverständlich ist, in Frieden leben zu können“, betonen die beiden.

Der Grund ihrer persönlichen Einladung ist die schwindende Beteiligung an der jährlichen Gedenkfeier. „Der Volkstrauertag des Jahres 2018 hat uns nachhaltig vor Augen geführt, dass hier in Heinsberg viele Mitmenschen sich der Verantwortung an das Erinnern nicht mehr bewusst sind“, heißt es da. „Nur sehr wenige Mitmenschen nahmen an der Veranstaltung teil. Das wird unserem Auftrag nicht gerecht.“ Auch in Heinsberg hätten die Menschen das Glück, seit 75 Jahren in Frieden und Freiheit leben zu können. „Daraus wächst aber auch die Verpflichtung, dafür Sorge zu tragen, dass das so bleibt“, schreiben sie. „Und dazu sind wir alle aufgerufen.“

Und so bitten sie die Vorsitzenden aller Heinsberger Vereine, die Gedenkfeier durch ihre Teilnahme würdig mitzugestalten. „Eine halbe Stunde Zeit für Frieden und Freiheit und als Respektbekundung für die, die ihr Leben für ihre Heimat gelassen haben, dürfen nicht zu viel sein“, betonen Jakob Gerards und Siegfried Jansen.

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