Heinsberg: Angemerkt: Der Rechenschieber zählt nicht alleine

Heinsberg : Angemerkt: Der Rechenschieber zählt nicht alleine

Das Engagement war beispielhaft und der Erfolg der Bemühungen vielversprechend. Was die unzähligen Ehrenamtler bei der Belebung und Umwandlung des Freibades in Kirchhoven zum Bürgerbad geleistet haben, verdient Respekt. Umso trauriger wäre es, sollte sich am Ende doch noch die nüchterne Erkenntnis durchsetzen, dass Idealismus alleine nicht ausreicht, um ökonomischen Zwängen Paroli zu bieten.

Auch nach der auf drei Jahre befristeten, vertraglich zugesicherten Unterstützung durch die Heinsberger Stadtwerke wird sich die Betreibergesellschaft der Tatsache stellen müssen, dass sie ohne die daraus resultierenden Zuschüsse und Personalunterstützung (noch) nicht überleben kann.

Dass sich die Stadtwerke nicht gerade danach drängen, die Hilfen für das Bürgerbad auch weiterhin in vollem Umfang zu gewähren, dürfte nicht verwundern. Schließlich hatten sie seinerzeit unmissverständlich erklärt, beide Freibäder in der Kreisstadt aus finanziellen Überlegungen nicht weiter betreiben zu wollen. Dass Kirchhoven letztlich immer noch an der Nabelschnur baumelt, wird nicht in ihrem Sinne sein.

Zum Glück fällen Politiker ihre Entscheidungen aber nicht alleine mit dem Rechenschieber. Deshalb können die Freibadbetreiber noch darauf hoffen, dass sie auch weiterhin ausreichend unterstützt werden.