Wegberg-Klinkum: Anbau des Klinkumer Feuerwehrgerätehauses ist eingesegnet

Wegberg-Klinkum : Anbau des Klinkumer Feuerwehrgerätehauses ist eingesegnet

„Ein guter Tag für die Löschgruppe Klinkum und ein guter Tag für die Freiwillige Feuerwehr Wegberg“, stellte Wehrleiter Dietmar Gisbertz zufrieden fest. Von Bürgermeister Michael Stock (SPD) hatte er soeben den Schlüssel für den frisch eingeweihten Anbau des Feuerwehrgerätehauses Klinkum erhalten.

Ein Schlüssel, der gar kein Schlüssel mehr ist, sondern ein Chip. Und er würde diesen Chip nicht lange behalten. Denn schon wenige Minuten später wanderte der Chip dahin, wo er hingehört, zur Löschgruppe Klinkum, genauer gesagt zum Klinkumer Löschgruppenführer Mario Schröder.

Eine lange Geschichte findet damit ein glückliches Ende. Im Oktober 2016 war der Ratsbeschluss zur Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Klinkum gefasst worden. Eng war es im bestehenden Feuerwehrhaus geworden, Sicherheitsstandards veraltet, Sanitäreinrichtungen renovierungsbedürftig, die Spinde befanden sich in der Fahrzeughalle. Mängel, die inzwischen behoben sind.

Eine Fahrzeughalle, in der nur Fahrzeuge untergebracht sind, moderne Spinde und endlich haben auch die Damen in der Klinkumer Löschgruppe ihre eigenen Sanitärräume. Eine gute halbe Million Euro hat der Anbau gekostet. Und „der Anbau ist schon seit Wochen fertig, aber wir wollten auf schönes Wetter warten“, scherzte Bürgermeister Stock bei seiner Rede zur Einweihung. Kräftig haben die Mitglieder der Löschgruppe selbst mit angepackt. Ein gutes Beispiel sei die gepflasterte Fläche vor dem Feuerwehrgerätehaus, die eigentlich als Schotterfläche geplant war, lobte er den Einsatz.

700 Stunden Arbeitsleistung der Feuerwehrkameraden stecken in dem Anbau, hatte Löschgruppenführer Mario Schröder ausgerechnet. Viel Arbeit und Einsatz seien nötig gewesen, um aus Visionen und Ideen endlich Pläne und dann Wirklichkeit werden zu lassen. „Eine große Herausforderung, wobei zeitgleich ständige Einsatzbereitschaft gewährleistet werden musste.“

Kreisbrandmeister Klaus Bodden überbrachte Glückwünsche und ehrte Hubert Basten und Löschgruppenführer Mario Schröder mit der silbernen Ehrennadel. Der stellvertretende Löschgruppenführer Daniel Langerbeins rückte noch einmal die Leistung seiner Feuerwehrkameraden in den Mittelpunkt: „Was hier in den letzten 18 Monaten geleistet wurde, ist nicht selbstverständlich.“ Stets seien ausreichend helfende Hände zur Verfügung gewesen. Der richtige Mann zur richtigen Zeit in der richtigen Position sei Löschgruppenführer Schröder gewesen, bedankte er sich für seinen unermüdlichen Einsatz.

Die Einsegnung des Anbaus hatte Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran mit ganz viel Wasser aus einer Handspritze vorgenommen. „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt“, zitierte er aus dem Johannes-Evangelium. „Ihr seid meine Freunde“, stellte er mit Blick auf die versammelten Feuerwehrleute fest. Er bat um Gottes Segen und den Schutz des Heiligen Florian.