Erkelenz-Kaulhausen: Am künftigen Tagebaurand feiern und ein Zeichen setzen

Erkelenz-Kaulhausen: Am künftigen Tagebaurand feiern und ein Zeichen setzen

Fröhliches Fest statt Frust — so gehen die Kaulhausener mit ihrer Situation um, die die künftige Lage des Ortes in direkter Nähe zum Tagebau mit sich bringt. Am Samstag, 23. September, wird gefeiert — und damit zugleich ein Zeichen gesetzt.

Das „1. Kaulhausener Wall-Weinfest“ startet um 18 Uhr auf dem Anwesen der Familie Königs, Kaulhausen 65. Eingeladen sind alle Kaulhausener und Venrather Bürger, „aber auch Besucher aus anderen Orten“, so Gastgeber Michael Königs. Neben dem „Kaulhausener Wallwein“ — mit eigens kreiertem Etikett — gibt es auch Bier und Antialkoholisches, außerdem Leckeres vom Grill.

Ausstellung der Projektgruppe

In einer Ausstellung können sich die Gäste über den Dorfentwicklungsprozess informieren, dem sich eine Projektgruppe aus Venrather und Kaulhausener Bürgern in Kooperation mit der Stadt Erkelenz und einem Planungsbüro seit mehr als einem Jahr widmet. Außerdem sind Überraschungsaktionen geplant.

„Mit dem Fest wollen wir ein Zeichen setzen gegen den Tagebau und der 400-Meter-Abstandsforderung Nachdruck verleihen. Aber wir wollen auch ein Zeichen für die Zukunft setzen, denn wir müssen und wir wollen unsere Orte lebenswert erhalten, egal, was kommt“, erklärt Michael Königs. Das Feiern gehöre ganz sicher dazu.

Der Erlös wird sinnvoll angelegt: Geplant ist die Anschaffung von Ortseingangsschildern aus Holz für Venrath und Kaulhausen. Die Idee zu dem Fest hatte Königs vor etwa einem Jahr. Zum Abschluss einer Planungswerkstatt zur Zukunft der Tagebauregion erhielt Bürgermeister Peter Jansen eine Weinrebe geschenkt.

Gepflanzt wurde die Weinrebe dann auf dem Grundstück der Familie Königs, an einem Ort also, für den die Bezeichnung „Tagebaurand“ besonders zutreffend und dauerhaft charakteristisch ist. Denn der Schutzwall ist nur wenige Meter entfernt.