Am Ende geht auch der Bürgermeister baden

Traditionelle Wasserschlacht : Am Ende geht auch der Bürgermeister baden

Die abschließende Wasserschlacht auf Hohenbusch gehört zu den städtischen Ferienspielen, ohne sie würde etwas fehlen. Eine Woche lang war Hohenbusch Basis und Ausgangspunkt für rund 120 Kinder und ihre 22 Betreuer.

Nach Tagen voller Aktionen, kreativen Angeboten und einem Ausflug ins Irrland wurde auf dem Turnierplatz hinter dem Herrenhaus gezeltet. Das Gelände teilten sich die Kinder in diesem Jahr mit den Konzertveranstaltern vom Kultur-Garten, die bereits emsig an ihrer Festivalwelt schraubten und zimmerten. Die Koordination mit den Kindern verlief gut, wie Stadtjugendpflegerin Katharina Lüke betonte. Ein Bauzaun mit Sichtblende trennte die Kinder von den verführerischen Geräten und Aufbauten, die am kommenden Wochenende rund 25.000 Besucher in ihren Bann ziehen werden.

Mit über 6000 Quadratmetern zur Verfügung stehender Fläche komme man gut aus, erklärte Lüke. Auch Raphael Meyersieck von den Festivalmachern zeigte sich zufrieden. Aufgrund des engen Terminkalenders war es nicht möglich, anders zu planen, betonte er.

Zurück zur Wasserschlacht: Sie gehört zu den Lieblingsterminen des ersten Bürgers Peter Jansen, und er lädt zu gerne weitere Amts- und Würdenträger ein, um mal so richtig nassgemacht zu werden. Wilfried Oellers (CDU) aus dem Bundestag und seinen beiden Landtagskollegen Stefan Lenzen (FDP) und Thomas Schnelle (CDU) wurde die Ehre der gezielt platzierten Wasserbomben schon öfter zuteil. Trotzdem schwören auch sie auf die direkte Konfrontation mit den jungen Bürgern und traten hochmotiviert an. Ihr Vorteil: Im Gegensatz zu den meisten Kindern hatten sie schon eine Reihe Wasserschlachten absolviert und wussten daher, worauf es ankommt, wenn man den Gegnern zahlenmäßig weit unterlegen ist. Schnelle hatte eigens seine Tochter Maya als Verstärkung mitgebracht und Bürgermeister Jansen erinnerte die rund 120 Kinder daran, das Alter zu ehren und sich vor allem auf die Stadtjugendpflegerin und ihr Team einzuwerfen. Ein frommer Wunsch, der auch dieses Jahr nicht in Erfüllung gehen würde, wie der Verlauf der kurzen und heftigen Schlacht zeige.

Jeweils über tausend Wasserbomben standen den Parteien zur Verfügung, es wurde sich nichts geschenkt. Ab und zu bekamen auch mal die eigenen Leute im Eifer des Gefechts einen mit Wasser gefüllten Luftballon ab. Jansen spielte schon bald seine eingeübten Qualitäten als „Zopper“ aus und beförderte im Nahkampf einige Angreifer kurzerhand ins Planschbecken, bis er selbst der Übermacht nicht mehr standhielt und seinerseits ein Bad nahm. Einen Sieger gibt es bei der Wasserschlacht traditionell nicht. Hauptsache, am Ende ist jeder pitschnass und hatte seinen Spaß. So war es auch diesmal. Triefend nass und zufrieden stiegen die Kinder auf ihre Räder oder in die Autos ihrer Eltern.

Die Ferienspiele der Stadt Erkelenz gehen mit einigen Angeboten noch bis in die letzten Ferienwochen weiter.

(hewi)
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