Erkelenz: Altes Amtsgericht: Was geschieht mit Areal samt Atomschutzbunker?

Erkelenz: Altes Amtsgericht: Was geschieht mit Areal samt Atomschutzbunker?

Das Thema Parken in der Innenstadt beschäftigt die Erkelenzer. Auf seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich auch der Bezirksausschuss Mitte mit dem Thema, nachdem ein Bürgerantrag eingereicht worden war.

Dieser forderte, nach dem Abriss des alten Amtsgerichtsgebäudes sowie der benachbarten ehemaligen Polizeiwache die freiwerdenden Flächen als Parkraum zu nutzen, bis konkrete Konzepte für die Nutzung des Areals und die Gestaltung des Verkehrs in Erkelenz vorliegen. Der Ausschuss lehnte den Antrag ab.

Zur Begründung gab der Ausschussvorsitzende Klaus Steingießer (CDU) zu Protokoll, dass mehr als zwei Drittel der Fläche sich nicht im Besitz der Stadt befinde. Vielmehr sei das Land Eigentümer der Fläche. Im Interesse der Stadt liege es, dass das Gelände unmittelbar nach dem Rückbau der Gebäude entwickelt werde. Auch die Sozialdemokraten, die sich seit langem für einen Verkehrsentwicklungsplan in Erkelenz einsetzen und dafür plädieren, nicht noch mehr Autos in die Stadt zu locken, sahen keinen Bedarf für eine als Parkplatz genutzte Brache mitten in der Stadt. Das Problem seien nicht die Parkplätze, sondern die Wildparker, betonte Katharina Gläsmann (SPD).

Das Amtsgericht sorgt in Erkelenz für Diskussionsstoff. Nach der Präsentation der ersten Machbarkeitsstudien war auf den Atomschutzbunker unter dem Gebäude hingewiesen worden, dessen Beseitigung kostspielig und zeitaufwendig sei.

Seitens der Verwaltung hieß es jedoch, dass dies kein Problem darstelle und der weiteren Nutzung des Geländes nicht im Wege stehe.

(hewi)
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