Hückelhoven: Alle Flüchtlinge in Hückelhoven sind jetzt registriert

Hückelhoven: Alle Flüchtlinge in Hückelhoven sind jetzt registriert

Die 750 Flüchtlinge, die zur Zeit in Hückelhoven leben, sind jetzt alle ordentlich registriert und erkennungsdienstlich erfasst.

„Die erforderliche Nachregistrierung im Ankunftszentrum im Nordpark in Mönchengladbach ist gut verlaufen, alle haben mitgezogen, alles war total entspannt“, sagt Thorsten de Haas, der Leiter des Sozialamtes der Stadt Hückelhoven.

370 Flüchtlinge, die bereits im Stadtgebiet Hückelhoven leben, mussten die Prozedur der Nachregistrierung über sich ergehen lassen, im gesamten Kreisgebiet Heinsberg waren es 1400 Asylsuchende. Sie gehörten zu der großen Flüchtlingswelle, die Ende vergangenen Jahres in die Bundesrepublik geschwappt ist. An der deutsch-österreichischen Grenze konnten damals nur kurz ihre Namen aufgenommen und in das Computersystem Easy eingespeist werden, ehe sie auf die einzelnen Bundesländer verteilt wurden.

Für den Erkennungsdienst

In der jetzt über die Bühne gegangenen Nachregistrierung wurden die erforderlichen und noch fehlenden Daten für das Asylverfahren nachgereicht, damit die Asylbewerber die erkennungsdienstliche Registrierungsmaschinerie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) durchlaufen können.

„Wir hatten für die betroffenen Flüchtlinge im Gemeinschaftshaus in Doveren eine Informationsveranstaltung, bei der wir sie über die Aktion aufgeklärt haben. Das lief alles gut und problemlos“, sagt Thorsten de Haas. An drei Tagen wurden die 370 Flüchtlinge, teilweise mit Klein- und Kleinstkindern, mit Bussen in den Nordpark gebracht.

Nachdem sie dort übernachtet und an zwei Tagen die Prozedur durchlaufen haben, ist jetzt ihr ordentliches Asylverfahren auf dem Weg; sie warten nun in den ihnen zugewiesenen Wohnungen im Stadtgebiet Hückelhoven auf den Entscheid.

„Im Augenblick bekommen wir kaum noch neue Flüchtlinge zugewiesen“, sagt de Haas. Er rechnet damit, dass sich das im Laufe des Jahres zwar ändert, „aber die Menge wie im vergangenen Jahr wird es mit Sicherheit nicht wieder werden“, sagt er. Die Asylsuchenden, die dann kommen, dürften bereits in einem einheitlichen Datensystem erfasst sein: Das „Datenaustauschverbesserungsgesetz“ ist seit Februar in Kraft. Damit haben alle beteiligten Behörden Zugriff auf die Daten der Asylbewerber. Auch die Sicherheitsbehörden.

Mehr von Aachener Zeitung