Neu gewählt: Aktionsgruppe Westzipfelregion macht mit gleichem Team weiter

Neu gewählt : Aktionsgruppe Westzipfelregion macht mit gleichem Team weiter

Nach zwei Jahren galt es bei der nunmehr 7. Mitgliederversammlung der Lokalen Aktionsgruppe Westzipelregion den Vorstand das erste Mal neu zu wählen.

Da die vier Bürgermeister der Westzipfelkommunen Gangelt, Heinsberg, Selfkant und Waldfeucht gesetzt sind, und sich bis auf einen Vorstandsposten alle anderen Vorstandsmitglieder zur Wiederwahl stellten, war das Prozedere schnell abgehakt. Neben den Bürgermeistern Wolfang Dieder (Heinsberg), Bernhard Tholen (Gangelt), Herbert Corsten (Selfkant) und Heinz-Josef Schrammen (Waldfeucht) komplettieren Hans-Georg Minkenberg, Lothar Terodde, Monic Schlich und Bernhard Conzen zusammen mit dem neu hinzugekommenen Anton Boden die einstimmig gewählte Vorstandsriege.

Regionalmanagerin Alexandra Jentgens führte die Versammlung durch die Tagesordnungspunkte. In ihrem Jahresbericht 2018 verwies Jentgens auf die Projektideen, die 2018 behandelt wurden. Elf Stück sind es insgesamt. Nicht alle sind auf dem gleichen Entwicklungsstand. Der Ablauf des Bewilligungsverfahrens fordert ein wenig Geduld. Für die Homepage Westzipfel-interaktiv.de liegt ein Förderbescheid der Bezirksregierung inzwischen vor.

„Ein Stück Glück finden“ hat als erstes Vital-NRW-Projekt der Westzipfelregion die Ziellinie überschritten. Gabriele Deyerling-Seidel hat es initiiert und führt es als Privatperson durch. Aus 68 Einsendungen von Bürgern, die ihren ganz persönlichen Glücksort nannten, hat eine Jury 40 Glücksorte, zehn für jede Kommune, ausgewählt. Derzeit bereitet Deyerling-Seidel die Ausgestaltung der Glücksorte vor. Die Bekanntgabe der Glücksorte mit Vorstellung der Glückskarte erfolgt am 20. März.

Beim Projekt „Mobile Suppenküche“ hakt es ein wenig. Hier muss die Budgetierung überarbeitet werden. Drei neue Projektideen wurden der Mitgliederversammlung vorgestellt. Janina Zeise, erste Vorsitzende in spe des in Gründung befindlichen Vereins „Die Schildwächter zu Gangelt“ stellte das Projekt „Zehnjähriges Jubiläum des Gangelter Ritterfestes“ vor. Zum Jubiläum soll das Ritterfest attraktiver gestaltet werden, um die Westzipfelregion regional und überregional bekannter zu machen.

Geplant sind unter anderem der Auftritt einer bekannten Mittelalterband, die Anschaffung einer Tribüne und Infotafeln. Die Gesamtausgaben würden sich auf 17.362,57 Euro belaufen. Davon würden 11.285,67 Euro aus Vital-NRW-Mitteln bestritten. 6076,90 würde der Verein als öffentliche Förderung bei der Gemeinde Gangelt beantragen. Ob, wenn dieses Projekt bewilligt werde, nicht jeder Jubiläumsverein kommen würde, war ein Einwand aus der Versammlung. Und gefragt wurde, ob die Bühne denn auch anderen Vereinen zur Verfügung gestellt würde.

„Go West – Oldtimertag in der Westzipfelregion“ ist eine Projektidee, die Leo Wennmacher vorstellte. Eine Oldtimerrallye mit Start am Kahnweiher in Gangelt und Stationen unter anderem an Altenheimen der Region soll es werden. Regionale Produkte sollen für das leibliche Wohl der Besucher sorgen. Kritisiert wurden die hohen Kosten. Knapp 40.000 Euro würde das Projekt allerdings im Zeitraum von vier Jahren verschlingen. Der dickste Posten würde auf das Marketing entfallen. 65 Prozent sollen über Vital-NRW gefördert werden, den Rest müssten die Westzipfelkommunen aufbringen. Die E-Rallye in Heinsberg würde wesentlich günstiger durchgeführt, lautete der Einwand.

Nicht ganz eins war sich die Versammlung darüber, ob die Diskussion der Projektideen in den zuständigen Gruppen oder in der Mitgliederversammlung erfolgen solle. Bürgermeister Herbert Corsten stellte die dritte neue Idee vor, die Rekultivierung Hohlweg Hillensberger Heide. Ohne Nutzung würde der Hohlweg verwildern, führte Corsten aus. Corsten erläuterte verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten des historischen Weges.

Alexandra Jentgens benannte als eine Aufgabe für das Jahr 2019 die Steigerung des Bekanntheitsgrads von Vital-NRW in der Westzipfelregion. Im Sommer wird die Regionalmanagerin nach Heinsberg umziehen. Bürgermeister Wolfgang Dieder wird dann den Vereinsvorsitz von seinem Kollegen Bernhard Tholen übernehmen.