Aktion "Wir helfen" der Volksbank-Mitarbeiter in Wegberg und Erkelenz

Engagement : Aktionsradius von „Wir helfen“ vergrößert

Die Volksbank Mönchengladbach setzt ganz offenbar um, was sie in ihrer Werbung verspricht: „Für Sie noch stärker vor Ort!“ Denn das, was im Raum Mönchengladbach von Mitarbeitern des Geldinstituts freiwillig, in der Freizeit und unentgeltlich praktiziert wird, soll jetzt auch im Raum Erkelenz Fuß fassen.

„Wir helfen“ versprechen die Mitarbeiter der Volksbank Mönchengladbach, wenn sie am Wochenende beispielsweise in einem Kindergarten anrücken, um dort die heruntergekommenen Wände zu streichen. „Dieses soziale Element unserer Mitarbeiter ist nicht etwa vom Vorstand initiiert worden, sondern es ist aus der Belegschaft selbst heraus entstanden“, sagt Veit Luxem. Der ist selbst Vorstand der Bank, und wenn Luxem den sozialen Aspekt, den seine Mitarbeiter an den Tag legen, hervorhebt, dann tut er dies auch mit Blick auf die Geschichte der Volksbank.

An deren Anfang nämlich stand der Genossenschaftsgedanke. Andreas Ewerhardy greift als stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Luxems Gedanken auf und konkretisiert ihn: „Der soziale Gedanke steht bei unseren Einsätzen immer im Vordergrund. Da, wo Menschen benachteiligt sind, packen wir an.“

Im Mönchengladbacher Raum sind die Mitarbeiter der Genossenschaftsbank beispielsweise am Wochenende zu Malerarbeiten in Obdachlosenunterkünften unterwegs gewesen, oder sie haben Hochbeete in Kindergärten angelegt, haben Waldstücke von Unrat befreit, waren bei Gartenarbeiten aktiv oder sie haben bei der Zubereitung von Mittagessen für Kinder geholfen.

„Seit wir die Aktion ,Wir helfen' 2012 gestartet haben, haben wir schon 23 Projekte erfolgreich umgesetzt“, sagt Michael Konder. Der ist bei der Volksbank Mönchengladbach Berater für freie Berufe – und opfert seine Freizeit an manchem Wochenende wie seine rund 60 Kollegen, die dem Helferpool angehören, gerne, um anderen Menschen, die der Hilfe bedürfen, unter die Arme zu greifen.

Brigitte Bloschak vom Diakonischen Werk in Mönchengladbach, das eine ganze Reihe von sozialen Einrichtungen dort im Stadtgebiet betreibt, ist voll des Lobes für das freiwillige soziale Engagement der Bänker: „Das Ergebnis war bei jeder Aktion hervorragend. Die Unterstützung der Mitarbeiter der Volksbank empfinden wir in ganz besonderem Maße auch als Wertschätzung unserer Arbeit mit meist sozial benachteiligten Menschen.“

Jetzt also soll auch der Raum Erkelenz-Wegberg in das Engagement der Mitarbeiter der Volksbank Mönchengladbach eingebunden werden. Dafür werden „Aktionsfelder“ gesucht. „Wichtig dabei ist, dass immer der soziale Charakter zum Tragen kommen muss“, sagt Andreas Ewerhardy. Wer beispielsweise den Garten an seinem Privathaus auf Vordermann bringen lassen will, habe keine Chance, bei der Bewerbung berücksichtigt zu werden. Aber Stift und Schreibtisch am Wochenende mit Pinsel, Farbeimer, Hammer oder Säge für und in einer sozialen, also dem Gemeinwohl dienenden Einrichtung, zu tauschen, darauf freuen sie die Frauen und Männer des „Wir Helfen“-Teams der Volksbank Mönchengladbach.

Vorstand Veit Luxem freut sich natürlich über das ehrenamtliche Auftreten seiner Mitarbeiter, das natürlich auch dem Image seines Geldinstitutes zugute kommt. Und Luxem wäre wohl nicht im Vorstand der Volksbank Mönchengladbach, könnte er dieses Engagement nicht auch in die passenden Worte fassen: „Tu' Gutes und rede drüber!“