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Fußballgeflüster: Adler Effeld sucht die „Selbstverständlichkeit“ im Spiel

Fußballgeflüster : Adler Effeld sucht die „Selbstverständlichkeit“ im Spiel

Der Effelder Fußballverein kämpft mit Verletzungspech. Der Platz so weit unten in der Tabelle ist aber auch ein wenig selbstgemacht.

Bei Adler Effeld läuft es noch nicht rund. Nach der Vizemeisterschaft in der Kreisliga B 2 in der vergangenen Saison hängt das Team mit drei Punkten aus vier Spielen in Tabellenregionen, in denen man sich eigentlich nicht aufhalten wollte. Ein Grund ist die Verletzungsmisere. „Vier bis fünf Stammspieler fallen mit langwierigen Verletzungen aus“, sagt Trainer Philip Broich. Ein Bandscheibenvorfall, ein Mittelfußbruch und eine gebrochene Nase sind dabei. Zu kompensieren sind die Ausfälle in so großer Zahl nicht.

Dem Trainer fehlt auch die letzte Konsequenz. Dann hätte man den einen oder anderen Punkt mehr. „Wir haben in Haaren geführt und auch bei Geilenkirchen II, kriegen es aber nicht zu Ende“, sagt Broich. Beide Spiele gingen mit 3:4 verloren. „Sie wollten den Sieg mehr“, hat der Trainer in Geilenkirchen erkannt. Seine Mannschaft hatte die spielerische Lösung gesucht. Es fehle auch die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive. Man habe sich die Niederlagen auch selbst zuzuschreiben.

Die Effelder hatten sich vor der Saison dazu entschlossen, den Kader breiter aufzustellen. A-Junioren und drei externe neue Spieler kamen hinzu. „Die Selbstverständlichkeit im Spiel fehlt“, so der Trainer. So steht man unten drin. „Nicht unverdient“, ist Broichs Einschätzung. Mannschaften wie Wassenberg-Orsbeck, Breberen und Oberbruch sind punktemäßig schon weiter enteilt. In diese Regionen möchten auch die Effelder. Philip Broich verweist auch darauf, dass die Kreisliga B 2 ausgeglichen stark besetzt ist. „Auch wenn Freundschaftsspiele kaum Vergleiche zulassen: In der Vorbereitung waren wir gegen Brachelen deutlich besser, und Brachelen ist derzeit der Tabellenführer der Kreisliga B 3“, stellt der Effelder Trainer fest.

Am Sonntag ist der zweite Saisonsieg für die Effelder Pflicht. Denn Neuling Heinsberg-Lieck II hat noch keinen Punkt geholt, sich aber zuletzt gut verkauft. Ohne Heinsberg-Lieck II damit abwertend zu behandeln, müsse ein Dreier her, fordert Broich. „Wir machen weiter“, sagt Broich, der sich über die gute Trainingsbeteiligung freut. Jetzt müsse man aber wieder auf dem kleinen Aschenplatz trainieren, was nicht so optimal ist. Der kleine Lichtblick: Montags haben die Adler Trainingszeit auf dem Kunstrasenplatz in Orsbeck bekommen. Und in Effeld ist auch ein Kunstrasenplatz geplant. Die Politik hatte grünes Licht gegeben.

„Das Ausschreibungsverfahren ist Ende September beendet“, weiß Philip Broich. Der Trainer wünscht sich, dass es dann schnell geht und mit den Arbeiten bald begonnen werden kann. Er hofft, in der Rückrunde den Kunstrasenplatz nutzen zu können.