Erkelenz: 8344 Kilometer zwischen Salvador und Erkelenz schrumpfen sichtbar

Erkelenz: 8344 Kilometer zwischen Salvador und Erkelenz schrumpfen sichtbar

Exakt 8344 Kilometer trennen die brasilianische Stadt Salvador und das Erkelenzer Cusanus-Gymnasium. Doch am 12. Juli sind sich beide Orte plötzlich ganz nah.

Denn dann wandern mehr als 1500 Schüler des Cusanus-Gymnasiums, um Geld für Salvador zu sammeln. Auf der anderen Seite des Erdballs wiederum werden brasilianische Kinder als Symbol der Verbundenheit mit Erkelenz ebenfalls wandern gehen.

Die diesjährige Sponsorenwanderung der Cusaner soll ein Zeichen setzten, aber vor allem eine große Menge Geld einbringen. „Mindestens 20 000 Euro sollen durch die Aktion gesammelt werden, denn jeweils 10 000 Euro fließen jährlich von Erkelenz nach Brasilien und Indien“, erklärt Bruno Bürger. Damit werden arme Kinder aus sozial benachteiligten Familien unterstützt werden. Gleich in zwei Hilfsprojekten engagieren sich Schüler und Lehrer.

Bürger ist es auch, der gemeinsam mit anderen Lehrern und den Schülern in der Eine-Welt-AG die Sponsorenwanderung organisiert hat. „Es ist insgesamt bereits die siebte ihrer Art. Alle zwei Jahre wird sie veranstaltet, und beim letzten Mal haben wir die unglaubliche Summe von 37 000 Euro zusammengetragen“ verkündet er stolz.

Sammeln im doppelten Sinn

Die Schüler sammeln dabei gleich im doppelten Sinne: Nämlich zunächst Kilometer und dadurch das Geld. Insgesamt sieben Wander- und zwei Radfahrstrecken stehen zur Auswahl. Pro absolvierten Kilometer erhalten sie dann von ihren privaten Sponsoren Geld. Familie oder Freunde sind diese in den meisten Fällen. Damit ordentlich Geld gesammelt wird, sind die Strecken auch nicht zu kurz. „Die längste ist 15 Kilometer, die kürzesten immerhin noch zehn“ sagt Bruno Bürger mit einem Augenzwinkern.

Auf der Wanderung oder Radtour sollen die Schüler ins Gespräch kommen und über verschiedene Themen austauschen. Dabei werden auch aktuelle Schüler und Abiturienten sein, die schon in Indien und Salvador gewesen sind, oder vorhaben, in den nächsten Monaten dort hinzureisen.

Denn sie wollen nicht nur Geld sammeln, sondern auch vor Ort den armen Kindern helfen. Dann sind sie ihnen ganz eng verbunden.

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