72-Stunden-Aktion: Zahl der Teilnehmer hat sich halbiert

72-Stunden-Aktion : 500 Jugendliche verbessern die Welt

Die Eckdaten sind beeindruckend: Über 85.000 junge Menschen haben im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) rund 3.400 soziale, politische und ökologische Projekte initiiert.

Daran beteiligt waren am vergangenen Wochenende schätzungsweise über 160.000 Menschen aller Generationen in ganz Deutschland. „Uns schickt der Himmel“, lautete das Motto der Aktion.

In der Diözese Aachen war der BDKJ gemeinsam mit dem Bistum Träger der Aktion. Im Kreis Heinsberg beteiligten sich 22 Gruppen mit rund 500 Teilnehmern, wie Michael Kock vom regionalen Vorbereitungsteam am Ende erklärte. Damit habe sich die Zahl der Teilnehmer im Vergleich zu 2013 zwar um die Hälfte reduziert, räumte er ein. Dabei habe es jedoch dieses Mal wieder sehr gute Projekte gegeben.

„Die Luft wird dünner“, sagte Kock mit Blick auf die eingeschränkte Freizeit der jungen Menschen im Rahmen des ganztägigen Schulbetriebs. Zudem würde es für die Gruppen immer schwieriger, sich frühzeitig für ein Projekt festzulegen. „Das ist eine Haltungsfrage, kein Vorwurf“, betonte er.

In Erkelenz etwa bauten die Pfadfinder am Altenheim der Hermann-Josef-Stiftung einen Pavillon, renovierten das Gehege des Streichelzoos oder gestalteten das Treppenhaus. Die Pfadfinder aus Immerath renovierten zudem das Schächerhäuschen in der Nähe des Erkelenzer Krankenhauses. Das Event-Team des Cornelius-Burg-Gymnasiums baute in der Schule Stände zu verschiedenen Ländern auf, informierte, verkaufte landestypische Speisen zugunsten eines Projekts gegen Kinderarbeit. Die Firmlinge der Pfarrei Christ König schließlich fotografierten die Erkelenzer Spielplätze um der Stadt so einen guten Überblick über den aktuellen Zustand zu geben.

In Kooperation mit dem Nabu und der Gemeinde engagierten sich Pfadfinder und Firmlinge in Gangelt für eine Steuobstwiese. Da die Bäume dort mit zu viel Abstand gepflanzt worden waren, pflanzten sie Hecken und Sträucher in den Zwischenräumen.

An der Restaurierung des Spielplatzes an der Ophovener Mühle in Wegberg und dessen Ausstattung mit neuen Spielgeräten beteiligten sich die Mitglieder der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) aus Erkelenz. Dieses Projekt besuchte sogar der Aachener Bischof Helmut Dieser am Samstag.

In Heinsberg waren zwei neunte Klassen des Heinsberger Kreisgymnasiums mit ihren Religionslehrern aktiv. Zwei Gruppen entsorgten Müll und zupften Unkraut rund um die Schule und im Klevchen oder auf dem Heinsberger Burgberg. Eine andere Gruppe unterstützte die Heinsberger Tafel beim Umzug ihres Lebensmittellagers, eine vierte richtete eine Handy-Sammelstelle ein als Auftakt für eine dauerhafte Aktion zugunsten von Missio.

In Hückelhoven gestalteten die Messdiener Pflanzbeete am Kindergarten und engagierten sich im Altenheim St. Lambertus.

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