Erkelenz: 700 Erkelenzer haben dem Müll die Stirn geboten

Erkelenz: 700 Erkelenzer haben dem Müll die Stirn geboten

Eine Woche lang haben sie in Erkelenz den Dreck weggeräumt, den andere achtlos oder gar mutwillig hinterlassen haben. Am Ende waren es etliche Kubikmeter an Abfall, die die knapp 700 Helfer bei der Aktion „Erki — für eine saubere Stadt Erkelenz“ gesammelt haben.

Bei der Abschlussveranstaltung auf dem Franziskanerplatz zogen der Arbeitskreis und die Verantwortlichen der Stadt eine positive Bilanz — und hoffen auf einen ebenso positiven Effekt bei der Mitbürgern. Bürgermeister Peter Jansen zeigte sich beeindruckt und bescheinigte den Freiwilligen, dass sie „einen langen Atem“ bewiesen hätten. Klaus Steingießer vom Arbeitskreis Erki erklärte, dass die Aktion im kommenden Jahr wiederholt werde.

Organisatorin Christel Paulzen zeigte sich überrascht und zugleich begeistert, dass so viele Bürger mobilisiert werden konnten, um dem Müll in ihrer Stadt die Stirn zu bieten. Zu Beginn habe man mit rund 150 Freiwilligen gerechnet, die sich an der Aktion beteiligen würden. Dass es am Ende knapp 700 waren, habe alle Erwartungen übertroffen.

Unter den Helfern waren auch der Kindergarten Hagelkreuz und die Gerderather Grundschule. Gerade bei den Kindern sei es wichtig, sie früh genug zu sensibilisieren und ihnen beizubringen, dass man Müll schon im Vorfeld vermeiden könne, erklärte auch Anne Dullies, die sich seit Jahre mit dem Arbeitskreis Erki aktiv für die Sauberkeit in Erkelenz einsetzt.

Nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in den Außenorten waren die Erki-Müllsammler auf die Pirsch gegangen. Einige ihrer Funde wurden mit Fotos dokumentiert. Sie reichten von Hausrat, Fahrrädern, Feuerlöschern und Möbelresten bis hin zu Unrat, der auf keinen Fall in der Natur oder im öffentlichen Raum landen sollte.

Das achtlose Wegwerfen von Parkscheinen führe zum Beispiel rund um das Rathaus täglich zu erheblichen Verschmutzungen, erklärte ein Helfer. Tina Wolf aus dem Oerather Mühlenfeld setzt auf die Zukunft, denn „Kinder sind da viel einsichtiger als Erwachsene“. Bei der Abschlussveranstaltung auf dem Franziskanerplatz gab es Erbsensuppe, Frikadellen und Brötchen für die Helfer.

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