Kuckumer Wies’n: 4500 Oktoberfestfans wieder bestens versorgt

Kuckumer Wies’n : 4500 Oktoberfestfans wieder bestens versorgt

Am Samstag war es wieder soweit: Das größte Oktoberfest an der Niers öffnete seine Tore zum blau-weiß geschmückten Festzelt. Wer selbst schonmal Teil dieser Gaudi war, der weiß, dass der kleine Ort Kuckum sich dann im Ausnahmezustand befindet.

Bereits zum 31. Mal hat das Oktoberfest Kuckum dieses Jahr stattgefunden, wie immer organisiert von der St. Antonius Schützenbruderschaft Kuckum gemeinsam mit Zeltwirt Karl Heinz Oellers.

Gut eine Woche haben der gesamte Aufbau und die Vorbereitungen gedauert. Parkplätze mussten abgesteckt, das Zelt geschmückt und das original-bayrische Bier kaltgestellt werden. Allein am Festabend waren 200 Mitglieder der Schützenbruderschaft fast pausenlos im Einsatz, um knapp 4500 feierwütige Lederhosen- und Dirndlträger zu versorgen.

Die Fetzentaler aus dem österreichischen Flachau heizten den Feierenden so richtig ein. Foto: Sebastian Riechel

„Das macht für mich immer noch den ganz besonderen Charme unseres Oktoberfestes aus“, stellte Andre Schacht, 2. Brudermeister der Schützenbruderschaft, zufrieden fest. „Zum einen der absolut lokale Charakter – jeder kennt hier jeden –, zum anderen aber auch echte bayrische Tradition, die nicht zuletzt durch die Band Die Fetzentaler an diesem Abend hochgehalten wird“, so Schacht. Die Fetzentaler waren schon vorletztes Jahr auf den Kuckumer Wiesn zu Gast und hätten eingeschlagen wie eine Bombe.

Also bestand kein Zweifel daran, dass die Band aus Flachau in Österreich es auch dieses Jahr wieder schaffen würde, die Feiernden mitzureißen. Bereits nach den ersten Songs mit dem obligatorischen „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ tobte die Menge und spätestens beim Klassiker von Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York“ gab es kein Halten mehr.

Apropos: New York ist ein gutes Stichwort. Denn auch wie in den letzten Jahren war das Publikum durchaus international. Ganz besonders freute sich Andre Schacht in diesem Jahr, einen waschechten Münchener begrüßen zu dürfen, der mit seinen Freunden extra aus der bayrischen Landeshauptstadt ins Erkelenzer Land gereist war. Das darf man dann wohl als Ritterschlag bezeichnen.

Nur noch einmal in Kuckum

Was den wenigsten Besuchern an diesem Abend klar gewesen sein dürfte: Es war das vorletzte Mal, dass das Kuckumer Oktoberfest in dieser Form stattgefunden hat. „Nächstes Jahr werden wir unser Zelt noch einmal hier auf unserer eigenen Festwiese aufbauen, danach geht es in den neuen Ort“, ergänzte Andre Schacht. Aber auch das sei schon lange in Planung. Heißt also, auch das nächste und übernächste „O Zapft is“ ist gesichert.

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