3000 Fans zum Siedepunkt gebracht

Mallorca-Open-Air in Oberbruch : Da wurden 3000 Fans zum Siedepunkt gebracht

Noch gut ein Grad wärmer als auf der Insel selbst, dazu strahlend blauer Himmel mit Sonne satt, so stand ausgelassener Partystimmung nichts mehr im Weg beim dritten Mallorca-Open-Air in Oberbruch.

Und bei einer mit 3000 Besuchern ausverkauften Partymeile hinter dem Oberbrucher Stadion waren natürlich auch die Organisatoren Ina Colada und Arthur Riegel aus Erkelenz sowie Alexander Kniebel aus Oberbruch vollends zufrieden.

Anlässlich des kleinen Bühnenjubiläums von Ina Colada, die vor zehn Jahren zum ersten Mal im Bierkönig auf Mallorca auftrat und dieses Jahr den Ballermann-Award für die beste weibliche Show erhielt, gesellte sich erstmals sogar Mickie Krause zu den Stars der Insel, die sich in Oberbruch ein Stelldichein gaben. Er gilt auf Mallorca derzeit als der Künstler mit der besten Liveshow.

Mickie Krause verkaufte nach seinem Auftritt Sonnenbrillen, gleich aussehend wie sein Markenzeichen, ans Publikum. Foto: Anna Petra Thomas

Zuerst aber heizte DJ Marco Mzee, genannt „der DJ aus den Bergen“, den Gästen auf der Wiese so richtig ein, wobei es auch der Technik kurzzeitig ein bisschen zu heiß wurde. Mit einem Schattenplatz auf der Bühne ging es ihr aber schnell besser und der heißen Party stand nichts mehr im Weg. Marco Mzee überzeugte die Mallorca-Fans auch zwischen den Liveauftritten der Stars nicht nur mit seiner Musikauswahl, sondern auch mit seinem eigenen Gesang. „Hier ist es richtig familiär“, freute er sich. „Das fängt beim Hotel an und hört beim Publikum auf.“

Zwischen den Auftritten gab´s bei gut 31 Grad in der Sonne eine Dusche aus dem Wasserschlauch zur Abkühlung. Foto: Anna Petra Thomas

Gleich zu Beginn des Mallorca-Marathons stand Bobby Jung auf der Bühne, der ein Heimspiel hatte, lebt er doch in Hückelhoven. In Oberbruch konnte er sich schon mal warmlaufen, denn Mitte September wird er auch im Megapark auf Mallorca den Malle-Fans wieder einheizen. Weiter ging´s mit Stefan Stürmer, der im Fußballer-Outfit die Herzen der Fans eroberte, bereits zum dritten Mal in Oberbruch. „Das hat sich hier etabliert“, freute er sich. Und auch vor seinem Auftritt griffen die Organisatoren vorne an der Bühne zum dicken Wasserschlauch, um den Partyfans ein bisschen Abkühlung zu verschaffen.

Erstes Highlight des Open-Airs war Mickie Krause, der seinen neuen Hit „Eine Woche wach“ nicht nur einmal zum Besten gab. Mitgebracht hatte er aber auch seine Ohrwürmer, die nicht nur auf Malle, sondern auch hier im Karneval gefeiert werden. Wer kennt sie nicht: „Schatzi, schenk mir ein Foto“ oder „Nur noch Schuhe an!“ Als Entertainer bewies er sich zwischendrin natürlich auch, etwa mit der Frage, wer denn im Publikum wohl Holländer sei. „Super ausgelassene Partystimmung. Besser kann es nicht sein“, lautete sein Resümee. „Ich bin für nächstes Jahr schon wieder gebucht“, freute er sich. „Der Termin ist schon fest im Kalender eingetragen.“ Nächstes Jahr wird das Festival am 1. August stattfinden. Karten gibt´s schon ab Mitte dieser Woche, wie Alexander Kniebel verriet.

Mit ihren Bodyguards reiste Mia Julia in Oberbruch an. Ein richtiger Countdown kündigte ihren Auftritt an, während sie hinter der Bühne immer noch gymnastische Übungen machte. Fast explosionsartig stürmte der kleine blonde Wirbelwind dann auf die Bühne. Sie konnte die Krause-Stimmung nicht nur direkt für sich einfangen, sondern sofort weiter nach oben katapultieren. Auf der Bühne wiederholte sie dann die Antwort, die sie zuvor dahinter schon im Gespräch mit dieser Zeitung gegeben hatte auf die Frage, was sie zu einer Veranstaltung aufs Dorf zieht. „Ich bin selbst ein Dorfkind. Dorfkinder wissen, wie man feiert. Die geben Gas!“ Das musste sie bei der Partylaune auf dem Siedepunkt natürlich nicht zweimal sagen.

Ihr folgten Frenzy Blitz, die natürlich auch ihre „20 Zentimeter“ dabei hatte, Party-Punker Sabbotage und zum Schluss Ina Colada selbst. Sie war am Ende ebenso glücklich wie Arthur Riegel und Alexander Kniebel, dass sich drei Jahre Aufbauarbeit für dieses Festival in Oberbruch gelohnt haben. „So ist aus einem kleinen Termin ein riesengroßer geworden“, fasste es Kniebel zusammen.