260 Zweitklässler nehmen am Projekt „Mathe schützt nicht vor Ertrinken“ im Ü-Bad teil

Prävention : Zahl der Badeunfälle minimieren

260 Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen der Übach-Palenberger Grundschulen nahmen am zweiwöchigen Projekt „Mathe schützt nicht vor Ertrinken!“ im Ü-Bad der Stadt Übach-Palenberg teil.

Berit Baumeister für den Kreissportbund und Annette Sielschott für das Regionale Bildungsbüro Kreis Heinsberg begleiteten das Projekt, mit dem seit 2014 die mangelhafte Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen verbessert und Badeunfällen vorgebeugt wird. Großen Anteil daran, dass die Nichtschwimmerquote nachweisbar in den letzten Jahren gesunken ist, haben vor allem die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, ohne die der Schwimmunterricht vor Ort nicht durchzuführen wäre.

Jede der Übach-Palenberger Grundschulen hatte rund 60 Schüler entsandt, die sich zwei Wochen lang jeden Tag eine Stunde im Ü-Bad mit dem Element Wasser auf unterschiedliche Art und Weise auseinandersetzten. Für die einen war es der erste Kontakt mit einem Schwimmbad, während andere schon auf ihr silbernes Schwimmabzeichen hin arbeiteten. Eines der Kinder konnte im Rahmen des Projektes sogar sein Goldenes Schwimmabzeichen ablegen.

Annette Sielschott unterstrich die Auffassung, die sich dank der DLRG durchgesetzt habe, dass alleine das Seepferdchen-Abzeichen noch kein Indiz dafür sei, dass das Kind auch ein sicherer Schwimmer sei. Sielschott und Berit Baumeister dankten der Stadt Übach-Palenberg für die Nutzungsmöglichkeit des Ü-Bades und auch dem Personal des Ü-Bades, das den Schwimmbetrieb extra für das Projekt umgestellt hatte. Ehrenamtliche Übungsleiter hatten die DLRG Übach-Palenberg und der VfR Übach-Palenberg, die DLRG Gangelt und der TV Eintracht Heinsberg entsandt.

Mit Erkelenz, Geilenkirchen, Hückelhoven, Wegberg und Übach-Palenberg nehmen fünf der zehn Kommunen im Kreis Heinsberg am Projekt „Mathe schützt nicht vor Ertrinken!“ teil. Während die  Nichtschwimmerquote (Kinder, die mindestens das Seepferdchen erwarben) deutlich gesenkt werden konnte, konnte die Anzahl der sicheren Schwimmer (Kinder, die mindestens das Schwimmabzeichen Bronze erlangten) deutlich erhöht werden.

Schwimmlehrer gesucht

Annette Sielschott verwies darauf, dass derzeit das Verhältnis von  Schwimmlehrkraft zu Schülerzahl an Grundschulen 1:42 betrage. Etwa 40 Prozent der Kinder würden die Grundschule als Nichtschwimmer beziehungsweise unsichere Schwimmer verlassen. Da zur weiteren Reduzierung der Nichtschwimmerquote im Kreis Heinsberg mehr qualifizierte Schwimmlehrkräfte notwendig sind, wird ab Anfang 2020 die Qualifikation „DLRG Ausbilder Schwimmen“ angeboten. Infos zu dieser Ausbildung gibt es beim Kreissportbund Heinsberg per Email unter Berit.Baumeister@KSB-Heinsberg.de oder bei der DLRG Gangelt unter Ausbildung@Gangelt.DLRG.de.

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