1. Lokales
  2. Heinsberg

10 Dörfer im Kreis Heinsberg, 10 besondere Geschichten

Unser Dorf : Zehn Dörfer, zehn besondere Geschichten

Es sind die Dörfer, die den Kreis Heinsberg ausmachen. Dort erlebt man die Geschichten, die nur das Landleben schreibt. Dort ist der Zusammenhalt groß. Aber dort gibt es Probleme, die gelöst werden müssen. Zehn Dörfer aus dem Kreis Heinsberg im Porträt.

Inhalt des Artikels

1. Ophoven

Ophoven ist im vergangenen Sommer ziemlich stark in den medialen Fokus gerückt. Fernsehteams aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland richteten ihre Kameras auf das 700-Einwohnerdorf an der Rur. Denn Ophoven kämpfte mit vereinten Kräften gegen das Wasser ebendieses sonst so zahmen Flusses. Dabei hat Ophoven so viel mehr zu bieten: Einen Glücksort am See, ein reges Vereinsleben, den Titel Deutschlands schönstes Dorf. Nur der Schuh der Gottesmutter Maria, der Ophoven zum Wallfahrtsort machte, der wurde irgendwann gestohlen.

2. Effeld

Bleiben wir in Wassenberg und schauen in ein Dorf, das weniger für religiöse Reliquien, dafür mehr für die Früchte seiner Felder bekannt ist. Effeld ist das Spargeldorf schlechthin. Das alljährliche Spargelfest ist aber nicht der einzige Besuchermagnet. Auch der Waldsee an der Grenze zu den Niederlanden lockt viele Besucher an. Über diese Grenze wurde früher geschmuggelt, was heute noch ein Vereinsname zeigt.

3. Immendorf

Das Landleben, wie es früher einmal war, ist in Immendorf vorbei. Von den einst 28 landwirtschaftlichen Betrieben in dem Dorf können noch zwei so wirtschaften, dass die Bauern ihren Lebensunterhalt davon bestreiten können. Dass die Menschen mit Immendorf aber immer noch die Lust aufs Land verbinden, zeigt das beliebte und idyllisch gelegene Landcafé, das mehr Ausflugsziel als einfach nur eine Bäckerei mit Café ist. Was das Dorf dringend braucht, damit die jungen Leute sich für das Landleben entscheiden, ist neues Bauland.

4. Bocket

Neues Bauland ist auch in Bocket rar und begehrt. Deshalb weist die Gemeinde Waldfeucht dort nun ein neues Baugebiet aus. Denn die Bocketer, die sind heimatverbunden, die kümmern sich umeinander und die feiern gern zusammen in ihrer Alten Schule oder ihrer Kneipe „bei Lisabeth“. Und dabei haben die Bocketer einiges gemein mit ihrer Birne, der „Boggeder Jrönen“.

5. Siepenbusch

Wenn man nach Siepenbusch fährt, dann fährt man in ein Dorf, wie man es sich vorstellt. Siepenbusch ist kein Stadtteil, das wäre zu viel gesagt, Siepenbusch ist ein Dorf. Dort kennt man sich, und dort packt man gemeinsam an. So haben sich die Siepenbuscher einiges aufgebaut, zum Beispiel ein eigenes Dorfgemeinschaftshaus. Und auch wenn auf dem Ortsschild groß Übach-Palenberg steht, fühlen sich die Dorfbewohner doch als Siepenbuscher – und zwar durch und durch.

6. Oberbruch

Kehren wir zurück an die Rur. Die war früher im Winter so dick zugefroren, dass die Kinder darauf von Oberbruch auf Schlittschuhen bis nach Holland laufen konnten. Der Ort erlebte seine Blütezeit mit dem Glanzstoffwerk. Als Industriestandort ist Oberbruch in Folge zwar verwelkt. Heute ist der Ort an Rur und Wurm jedoch der größte Schulstandort in der Kreisstadt Heinsberg und echte Sporthochburg.

7. Hilfarth

Ein paar Kilometer den Lauf der Rur hinauf liegt Hilfarth, das zwar Dorf, aber doch so etwas wie eine kleine Stadt ist. Zwei einzelne Hilfarther Stadt- oder doch besser Dorfteile lassen sich sogar leicht erkennen. Die Bergarbeitersiedlung und der alte Dorfkern um die Kirche. Und so suchen die Hilfarther nach einem echten Dorfmittelpunkt. Vielleicht an der Kirche? Oder vielleicht doch besser bei Windelen oder Sodekamp-Dohmen?

8. Brachelen

Gleich neben Hilfarth und in relativ sicherer Entfernung zur Rur liegt Brachelen. Ein Dorf, das einst bedeutender war als Hückelhoven und Geilenkirchen. Das hatte mit der Landwirtschaft zu tun und ist heute Geschichte. Heute arbeiten die Brachelener ihre Historie auf und arbeiten an ihrer Zukunft: Sie bauen an einem neuen Treffpunkt.

9. Kleingladbach

So einen Mittelpunkt hat man in Kleingladbach bereits geschaffen. Nachdem dort die letzte Kneipe geschlossen hatte, packte die Dorfgemeinschaft an und baute sich etwas Neues auf. Aber es gibt in dem Ort noch einiges zu tun. Zum Beispiel am Gelände von Kirmesplatz bis Kirchberg. Das soll attraktiver werden.

10. Kirchhoven

Wer von der K5 nach Kirchhoven fährt, der sieht dort ein Bauwerk, das für die Region früher prägend war. Die Windmühle Clarissa ist eine der wenigen erhaltenen historischen Mühlen im Kreis Heinsberg. Heute hat Kirchhoven eine andere Attraktion: das Freibad. Und das ist deshalb besonders, weil es nicht von der öffentlichen Hand, sondern von den Kirchhovenern selbst als Bürgerbad betrieben wird.