Bands auf der Bühne: Zweiter Biermarkt lockt viele Besucher

Bands auf der Bühne : Zweiter Biermarkt lockt viele Besucher

Der schönste Platz ist an der Theke. Wenn das stimmt, hatten die Besucher des Biermarktes auf dem Geilenkirchener Marktplatz eine sehr schöne Zeit. Der Besucherzuspruch war zu aller Zufriedenheit.

Schon am Eröffnungsabend, einen Tag vor dem offiziellen Fassanstich, waren so viele Gäste gekommen, dass die Betreiber der zwölf Marktstände signalisierten, sie würden gerne wieder nach Geilenkirchen kommen.

Am Donnerstagabend trafen sich „Hopfen und Food“, wie der  Organisator des Biermarktes, Gerhard Suhr, es scherzhaft ausdrückte. Die Idee, After Work Markt und Biermarkt zusammenzufügen, zündete. Sich auf dem After Work Markt zu treffen und etwas Leckeres zu essen, hat in Geilenkirchen mittlerweile Tradition.

Bürgermeister Georg Schmitz (r.) gelang der Fassanstich mit dem ersten Schlag. Gerhard Suhr (M.) und Detlef Kerseboom (l.) assistierten. Foto: defi

Direkt beim ersten Schlag

Und wenn man dazu auch noch eine oder zwei oder vielleicht auch drei Biersorten verköstigen kann, klingt das nach einem entspannten Abend unter freiem Himmel. Der Fassanstich zum mittlerweile zweiten Geilenkirchener Biermarkt fand am Freitagabend statt. Marktleiter Detlef Kerseboom band dem Bürgermeister die Schürze um. Gerhard Suhr beruhigte den Bürgermeister, man habe einen Messinghahn besorgt, keinen aus Plastik.

Tholen (r.) und sein Mitarbeiter André (l.) hatten kaum Zeit, selber ein Bierchen zu genießen. Foto: defi

Georg Schmitz erklärte die Hintergründe der Zapfhahnwahl. Er habe in Prummern einmal mit neun Schlägen  den Plastikhahn in Stücke zerlegt. Auf dem Biermarkt klappte das schon ganz anders. Gleich mit dem ersten Holzhammerschlag saß der Messinghahn fest im Fass. Kein Tröpfchen des Gerstensaftes ging daneben. Viel Applaus gab es für den treffsicheren Bürgermeister.

Die Qual der Wahl hatten die Geilenkirchener Bürger bei den vielen Biersorten. Auf dem Markt standen 30 Fassbiersorten und 100 verschiedene Flaschenbiere zur Auswahl bereit. Nach dem Fassanstich trat auf der Bühne am Rande des Marktgeschehens die beliebte Coverband Queen Kings auf. Deren Aufgabe, das Publikum mit Klassikern der Popgeschichte zu unterhalten, übernahm am Samstagabend die Band Ganz & Gar. Während die Queen Kings sich dem Liedgut von Freddie Mercury und Queen widmeten, haben sich Ganz & Gar als Westernhagen Tribute Band einen Namen gemacht.

Biermarkt-Organisator Gerhard Suhr sah sein Marktkonzept auch von teilnehmenden Kollegen bestätigt. Einer von ihnen heißt Jimmy Tholen und kommt wie Suhr aus Düren. Jimmy Tholen war mit zwei Marktwagen auf dem Biermarkt vertreten. Vor zehn Jahren hatte er mit einer gebrauchten Cocktailbar nebenberuflich begonnen. Vor sechs Jahren hat sich Jimmy Tholen dann selbstständig gemacht und reist seitdem von Mitte April bis September durch die Republik von Markt zu Markt. Neben einer schicken Cocktailbar betreibt er einen Bierwagen mit einem niederländischen  und einem Bier mit Tequilageschmack.

Jimmy Tholen gefällt die Mischung aus Musik, Getränkeangeboten und Imbiss, die Gerhard Suhr für seine Märkte auswählt. Und er lobt die familiäre Atmosphäre unter den Anbietern. Tholen: „Wir sind keine Konkurrenten.“ Schließlich könne man nur gemeinsam eine attraktive Veranstaltung auf die Beine stellen. Mit einigen Kollegen fahre er sogar nach der Saison gemeinsam in den Urlaub.

In diesem Jahr waren zwei Bieranbieter ausgetauscht worden, um den Besuchern auch neue Sorten kredenzen zu können. Die belgischen Biere würden von Frauen und Männern gerne getrunken, erklärte Gerhard Suhr. Die Frauen würden das Süße bevorzugen und einen Schuss Himbeersirup in ihr Bier gießen. Na dann: Prost!

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