Übach-Palenberg: Zweite Warnstreikrunde: Auf Trillerpfeifen folgen lautstarke Tröten

Übach-Palenberg: Zweite Warnstreikrunde: Auf Trillerpfeifen folgen lautstarke Tröten

Weil nach Meinung der organisierten Gewerkschaftler noch nicht genug Bewegung in die aktuellen Tarifverhandlungen gekommen ist, werden viele Arbeitnehmer von Saurer.Schlafhorst immer ungeduldiger. Mit der zweiten Warnstreikrunde am Montagmorgen wollte die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und sich eine stärkere Position verschaffen.

Auch rund 250 Mitarbeiter von Saurer.Schlafhorst in Übach-Palenberg verliehen mit einem Warnstreik vor dem Betriebsgebäude ihrer Forderung Nachdruck.

„Beim ersten Mal hatten wir noch Trillerpfeifen, heute haben wir schon Tröten“, freute sich der erste Bevollmächtigte der IG Metall Aachen, Achim Schyns, über die akustische Verstärkung. „Die Arbeitnehmer waren lange stur in Sachen Altersteilzeit“, ruft Schyns ins Mikrofon. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Vertrauenskörpers Saurer.Schlafhorst, Klaus Striebinger, ist er Wortführer bei der kurzen Protestkundgebung.

Dank des Engagements der Gewerkschaft sei zwischenzeitlich auch beim Thema Altersteilzeit Bewegung reingekommen. Aber es gehe primär um die Forderung der IG Metall von 5,5 Prozent mehr Lohn, bei einem derzeitigen Angebot der Arbeitgeberseite von 2,2 Prozent. „Wir bleiben bei unserer Forderung, dafür kämpfen wir“, ruft Schyns. „Wir lassen uns nicht die Butter vom Brot nehmen“, fuhr der Bevollmächtigte fort und lud die Frauen und Männer zu einem Warnstreikfrühstück in den Speisesaal ein.

Schyns machte klar, dass es bei keiner Einigung während der Verhandlungen zu einer Urabstimmung und in letzter Konsequenz dann zu einem Streik kommen könnte.

(g.s.)
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