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Brand bei Rischden: Zweieinhalb Stunden, 78 Feuerwehrleute

Brand bei Rischden : Zweieinhalb Stunden, 78 Feuerwehrleute

Bei Rischden brennt am Donnerstagmittag ein Kornfeld. Die Brandursache ist unklar, aber die Hitze verstärkt die Gefahr.

Dass es in Geilenkirchen heiß ist, spüren die Kameraden der Feuerwehr am eigenen Leib. Nach dem Einsatz ist ihre Kleidung durchnässt. In der Einsatzzentrale wird viel Wasser getrunken, damit der Körper die extremen Belastungen kompensieren kann. Vor allem bei Flächenbränden sind die Einsatzkräfte gefordert – und das liegt natürlich an der Hitze. Die spielt einem Flächenbrand in die Karten, wenn auch in Verbindung mit Mutwilligkeit oder zumindest Fahrlässigkeit.

Beim einem aktuellen Großbrand ist die Ursache noch nicht klar, „pure Spekulation“, sagt der Brandoberinspektor Thomas Graf. Möglich seien ganz generell ein tatsächlicher Vorsatz, also Brandstiftung, Fahrlässigkeit, etwa durch weggeworfene Zigaretten, oder auch auch Glasscherben auf dem Feld, die durch ihre Bruchkanten wie eine Lupe das Licht bündeln. Die tatsächliche Brandursache herauszufinden, istdann Aufgabe der Polizei,

Gestern Mittag wurden Graf und seine Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr Geilenkirchen zu einem Feld zwischen der B56 und der Landstraße in der Höhe der Ortschaft Rischden gerufen. Zwölf Hektar haben dort gebrannt, das sind ungefähr 17 Fußballfelder. Die Rauchentwicklung sei bis nach Aachen und in die Niederlande sichtbar gewesen, der Brand habe einige hundert Meter ins Feld hineingeführt.

Als Thomas Graf mit seinen Kollegen eingetroffen ist, hat er zunächst einmal Verstärkung gerufen. „Die Alarmstufe auf Stadtalarm erhöhen“, nennt er das. Im Einsatz waren alle Löschzüge aus Geilenkirchen, ein Löschzug aus Hückelhoven und einer der Nato. Das sei nicht weiter ungewöhnlich, man helfe sich ab und an, sagt Graf. Die Nato besitze ein geländegängiges Fahrzeug mit 9000 Litern Fassungsvermögen für Wasser. „Das ist nützlich für uns“, sagt er. Gegen halb eins wurde die Feuerwehr alarmiert, um 15 Uhr war der Brand gelöscht.

Zwischendurch habe sich das Feuer durch den Wind in drei Flanken entwickelt, mit der Nachalarmierung habe man die Flammen dann aber schnell im Griff gehabt. Wobei „im Griff haben“ heißt, dass genügend Kräfte zum Löschen da sind und fest steht, dass die Flammen nicht mehr weglaufen werden. 78 Feuerwehrmänner waren auf dem Feld bei Rischden im Einsatz.

(mec)