Übach-Palenberg: Zukunft der Übach-Palenberger Schulen gesichert

Übach-Palenberg: Zukunft der Übach-Palenberger Schulen gesichert

Mit Ausnahme der bereits auslaufenden Hauptschule in Boscheln scheint der Bestand aller Übach-Palenberger Schulen gesichert.

Das jedenfalls sagt der geänderte Entwurf zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes (SEP), der am Dienstag auf einstimmige Akzeptanz im Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales stieß. Erarbeitet wurde die Fortschreibung von der Arbeitsgemeinschaft Kommunale Planung (Komplan) in Bochum, für die Tilman Bieber und Peter Steiner einige Aspekte der Planung im Ausschuss vortrugen.

So sind laut Tilman Bieber alle Grundschulen für die Zukunft gesichert, auch wenn es vorübergehend für die in Frelenberg (Steiner: „Das ist eine tolle Schule“) Bedenken gab. Falls aber hier die Schülerzahl unter 92 sinke, müsse man die Schule wohl zu einem Teilstandort für eine andere Schule machen. Für die mittelfristige Planung sei im Primarbereich von drei zweizügigen (Boscheln, Übach und Palenberg) und zwei einzügigen (Frelenberg und Scherpenseel) Schulen auszugehen.

Ungefährdet sind nach Auskunft des Planers auch die weiterführenden Schulen, also Realschule, Gesamtschule und Gymnasium. Allerdings müsse für die Gesamtschule sichergestellt sein, dass sie vierzügig bleibe, und dafür seien die einpendelnden Schüler aus der Nachbarstadt Baesweiler wichtig. Von der Bezirksregierung sei jedoch mitgeteilt worden, dass Baesweiler keine eigene Gesamtschule plane. Dass Einpendler willkommen seien, gelte übrigens für alle drei weiterführenden Schulen. Mit fünf Grundschulen und drei weiterführenden Schulen sehe die Zukunft in Übach-Palenberg gut aus, betonte Bieber.

Dass es im Hinblick auf die vorgeschriebene Inklusion noch immer keine verlässlichen Zahlen der Schüler mit besonderem Förderbedarf gebe, beklagte sein Kollege Peter Steiner. Mit Ausnahme der KGS Übach mit zu kleinen Klassenräumen gebe es an allen Schulen Flächenreserven, die für Inklusionsaufgaben genutzt werden könnten. Das gelte grundsätzlich auch für die weiterführenden Schulen. Allerdings müsse man bedenken, dass die Zahl von schulpflichtigen Flüchtlingen zunehme und eventuelle Reserven blockiere. Container oder Pavillonräume seien wohl nötig.

In der Diskussion schälte sich heraus, dass die Ausschussmitglieder der Meinung waren, dass vor allem die Schulleiter in ihrer bevorstehenden Konferenz über die Möglichkeiten eines zusätzlichen Platzangebotes sprechen sollten. Dass sei so vorgesehen, ergänzte Beigeordneter Helmut Mainz. Wenn die Schulleiter ein Raumprogramm vorgeschlagen hätten, könne dann mit einer Dringlichkeitsentscheidung im Rat über Container oder andere Möglichkeiten beschlossen werden.

Beifällig nahm der Ausschuss zur Kenntnis, dass es für zunächst für zwei Jahre eine zusätzliche Stelle für die Schulsozialarbeit geben wird, welche das Land fördert. Als Eigenanteil für die Kommune bleiben jährlich etwa 26.000 Euro. Weil der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt davon jährlich 10.500 Euro übernimmt, wird der städtische Haushalt maximal mit 15.500 Euro pro Jahr belastet.

(mh)
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