Geilenkirchen: Zerstörter Teich im Tripser Wäldchen: In vier Wochen soll eine Lösung her

Geilenkirchen: Zerstörter Teich im Tripser Wäldchen: In vier Wochen soll eine Lösung her

Dass eine gewisse Anspannung bei der Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses herrschte, war am Dienstagabend im Geilenkirchener Rathaus nicht zu übersehen. Auf der Tagesordnung stand der Antrag der Grünen zur Teichanlage im Tripser Wäldchen. Die Anlage war vor einigen Wochen bei einem Bauhofeinsatz mit dem Bagger zerstört worden.

Gegen die Verwaltung, vor allem in Person des Technischen Beigeordneten Markus Mönter, war der Vorwurf geäußert worden, der Teich sei — auch aufgrund einiger Beschwerden wegen des Froschlärms — bewusst zerstört worden.

Die Erwartungen der interessierten Anwohner auf den Besuchersitzen, die von der Sitzung Neues zum Thema „Teich“ erhofften, wurden trotz einer teils heftigen Diskussion enttäuscht. Eigentlich, so Ausschussvorsitzender Hans-Josef Paulus (CDU), hätte der Punkt von der Tagesordnung genommen werden müssen, weil es nach einer Strafanzeige der Grünen gegen den Beigeordneten ein schwebendes juristisches Verfahren gebe.

Außerdem forderten die Grünen weiterhin eine Bürgerversammlung für das Wohngebiet Tripser Wäldchen. Wie zuvor schon der Ausschussvorsitzende sprach sich für die CDU auch Barbara Slupik für eine solche Versammlung aus, allerdings könne diese erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Sie schlug vor, die Verwaltung solle in einem Zeitraum von etwa vier Wochen mit einem Update den Anwohnern und den Kommunalpolitikern mögliche Schritte zur Lösung des Problems vorstellen. Denn ganz unabhängig von allen erhobenen Vorwürfen stellt sich ja auch die Frage, was mit dem trockengelegten Teich geschehen soll. Slupiks Vorschlag fand dann später auch einstimmige Mehrheit.

„Ungelegte Eier“

Für die Bürgerliste forderte Gero Ronneberger ein schnelleres Handeln. Da es sich bei dem Teich um ein Biotop und ein Hochwasserrückhaltebecken zum Schutz des Wurmtals handele, könnte bei Starkregen Gefahr drohen. Deshalb sollte bis zum dritten Quartal 2018 der Teich repariert werden — möglicherweise mit geeigneten Maßnahmen gegen den Froschlärm.

Auch Ruth Thelen (Grüne) betonte, es gehe bei dem Antrag um die Zukunft und nicht um das Vergangene. Die Sprecher der Fraktionen von SPD und „Für GK!“, Christoph Grundmann und Gabriele Kals-Deußen, sprachen sich für eine Bürgerversammlung nach Ende des juristischen Streits aus, wobei Gabriele Kals-Deußen betonte, es gehe im Moment nur um eine Kenntnisnahme.

Das formulierte der Sprecher der Fraktion „Geilenkirchen bewegen! und FDP“, Wilfried Kleinen, noch deutlicher: „Wir diskutieren hier über ungelegte Eier“, sagte er und forderte ein Ende der Debatte. Nachdem Beigeordneter Herbert Brunen erklärt hatte, dass der Bauausschuss ohnehin kein Beschlussrecht zu diesem Punkt habe, dieses liege beim Rat, wurde die Debatte mit 16 von 19 Ausschuss-Stimmen beendet.

(mh)