Übach-Palenberg: Wohnraum in der Schley: Nächstes Projekt ist in der Mache

Übach-Palenberg: Wohnraum in der Schley: Nächstes Projekt ist in der Mache

Die Neufestlegung des Überschwemmungsgebietes auf das engere Wurmtal macht für den Stadtteil Marienberg ein neues und attraktives Wohngebiet rund 150 Meter von der Einmündung der Straße In der Schley in die Marienstraße möglich. Die Planung für das Gebiet, das von der Schley aus in das Wurmtal reicht, stellte Uwe Schnuis vom Büro „RaumPlan“ im Bauausschuss vor.

Vier Mehrfamilienhäuser, ehemalige Bergmannshäuser aus den 1920er-Jahren, sind in einem Zustand, der sie nicht mehr vermietbar macht, und sollen vom Besitzer abgerissen werden. Auf dieser Fläche wird die Neubebauung entlang der Straße beginnen, die sich dann in einer zweiten Zeile in Richtung Wurm fortsetzt. Insgesamt sollen so 48 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe entstehen. Während die Häuser an der Straße in ihrem Äußeren an die gegenüberliegende Altbebauung angepasst werden, sind für die zweite Reihe zwei- bis dreigeschossige Häusergruppen vorgesehen. Dabei sind begehbare Garagendächer als Terrassen mit Blick auf das Wurmtal geplant. Ebenso attraktiv für das Plangebiet ist die Infrastruktur mit der Nahversorgung und der schnellen Erreichbarkeit des Bahnhofes. 14 Minuten Gehzeit hat die Verwaltung dafür gemessen.

Als einzigen Kritikpunkt an den Plänen nannte für die CDU Johannes Bröhl die Höhe von zum Teil drei Geschossen, die für den Eingangsbereich in Marienberg zu klotzig wirken könnte. Es sei schwierig, darüber mit dem Investor zu verhandeln, entgegnete Beigeordneter Helmut Mainz, der könne nämlich dann eventuell abspringen. Während die Planung selbst auf allgemeine Gegenliebe im Bauausschuss stieß, gab es einige kritische Stimmen zu dem Investor, der in Übach-Palenberg viele Wohnbauten besitzt, deren Zustand etliche Ausschussmitglieder bemängelten.

Damit wurde für Helmut Mainz als Beigeordneter und Heinz Walizcek als Wirtschaftsförderer ein grundsätzliches Problem angesprochen. Zum einen, so die Verwaltung, gebe es mittlerweile etliche Bemühungen des Investors auch bei anderen Projekten, und zum anderen habe die Stadt keine besonders starke Verhandlungsposition im Umgang auch mit anderen Investoren. Da gebe es oft Sätze wie „Dann investiere ich eben in Herzogenrath oder Aachen, da sind auch die Mieten höher“.

„Niemand kritisiert das Projekt, unser Wunsch ist nur, dass Carolus mal in den Rat kommt und seine Absichten vorstellt“, sagte SPD-Sprecher Heiner Weißborn, bevor der Bauausschuss einstimmig grünes Licht für die Marienberger Planung gab.