Gangelt-Birgden: Wird es am Ende wieder Rang 13?

Gangelt-Birgden: Wird es am Ende wieder Rang 13?

Als in der Saison 2013/2014 die SVG Birgden-Langbroich-Schierwaldenrath den Aufstieg in die Kreisliga A schaffte, war der Jubel groß. Die Fusion der beiden Altclubs FC Eintracht Birgden und SVG Langbroich-Schierwaldenrath hatte sich gleich ausgezahlt.

In der folgenden Spielzeit beendete die SVG die Saison erneut auf Rang 13 und war sehr zufrieden. Wobei man hier in der Saison 2014/15 sogar mit sieben Siegen insgesamt einen „Dreier“ mehr einheimsen konnte als im Aufstiegsjahr.

Das verflixte zweite Spieljahr in der neuen Klasse wurde ebenfalls als 13. gemeistert. Die dritte Saison bescherte erneut Rang 13, diesmal gab es sogar insgesamt neun Siege. Und im Grunde hätte keiner im Lager der SVG etwas dagegen, wenn man die 13 abonnieren würde. Wobei diese Zahl und der Platz vor den Absteigern auch sehr gefährlich werden können; dies sieht auch Trainer Frank Strothkämper so. Nach seiner Rückkehr zur SVG ist der Coach nunmehr im dritten Jahr aktiv. „Wenn wir erneut Rang 13 erreichen und wir damit die Klasse halten, bin ich sehr zufrieden, das unterschreibe ich sofort“, sagt er. Je nach Absteiger der höher spielenden Klassen kann die 13 aber auch zum Alptraum werden, dann muss auch der hier Platzierte in den sauren Apfel beißen. Bei der SVG hat man allerdings viele junge Spieler, die den Gegner vor Probleme stellen sollen.

Der Kader blieb weitgehend zusammen, muss aber zwei bittere Abgänge verzeichnen. Thomas Klaßen nimmt den Rat der Ärzte an und tritt deutlich kürzer. Kevin Benders ist beruflich so sehr eingebunden, dass er bei der SVG raus ist. „Diese Saison wird für uns alle eine echte Herausforderung“, blickt der Coach in die Zukunft. Mit Max Hüsing, Steffen Krückel, Jonas Bönnen und Niklas Jansen stoßen talentierte A-Junioren zum Kader. Dazu kommt Tim Schuivens aus Stahe-Niederbusch und Daniel Grimm. Letzterer kam bereits in der Winterpause von der SG Gangelt-Hastenrath, konnte aber bislang nur sehr selten spielen. Auch Lars Winkelmann möchte nach einer Pause wieder durchstarten.

In der Vorbereitung werden die Karten neu gemischt, beim Coach hat jeder die Chance, sich zu empfehlen. Und nicht nur er zeigt sich erfreut über den Auftakt mit über 40 Spielern. „Da lacht das Fußballherz“, so SVG-Vorsitzender Peter Rademacher. Er hat Vertrauen in die Seniorenspieler, dass man weiterhin die sportliche Heimat der SVG in der Kreisliga A sieht. Doch der jugendliche Elan im Kader hat auch seine Tücken. Denn es spielen viele Studenten für die SVG, und das bedeutet: Training in der Wochenmitte ist nicht drin. So hat der Coach schon das Haupttraining auf den Freitag verschoben, aber da kann man aufgrund des Spieltages am Sonntag nicht volle Pulle trainieren.

Bei der SVG geht man geschlossen weiter den Weg mit „Fußball ohne Geld“ — und der Verein fährt gut damit. „Wir haben eine tolle Kameradschaft im gesamten Verein“, so Strothkämper und Rademacher im Gleichklang. Ein Plus sind auch die guten Trainingsbedingungen in Langbroich und Birgden. Wobei der sehr gute Trainingsplatz in Birgden bei Wind ebenfalls zur Herausforderung wird — dann pfeift es dort wie verrückt. Die Jugend steht auch weiterhin im Blickpunkt, nach der A-Jugend der Spielzeit 2017/18 hat man schon die Fühler ausgestreckt.

(agsb)
Mehr von Aachener Zeitung