Gangelt: Wie das Original: Flugzeuge und Schiffe in Miniatur

Gangelt: Wie das Original: Flugzeuge und Schiffe in Miniatur

Plastikmodellbau: Das klingt vielleicht beim ersten Hören wenig hochwertig und suggeriert vielleicht auch schnelle Umsetzungen. Doch wer sich am Sonntag einmal die Zeit nahm, und den echten Modellbaufans bei der Ikarus-Modellbauausstellung über die Schulter guckte, merkte schnell, dass all das wohl nur dem Nicht-Eingeweihten einfallen kann.

Denn mit den einfachen „Out-of-the-Box“-Bausätzen, die es sogar im Supermarkt gibt, und mit denen man sich nicht nur die Zeit vertreiben, sondern auch ganz passable Modelle bauen kann, sind die Macher hier nicht zufrieden. Was man bei den in der Festhalle Hastenrath in Gangelt zur Schau gestellten Modellen — größtenteils Flugzeuge, Schiffe und Panzer — sah, war die absolute Detailverliebtheit.

Fachgespräche, Tipps und Kniffe und der Stolz der Erbauer mischten sich in Hastenrath zu einem sehenswerten Modellbau-Cocktail. Foto: mabie

Der konnte sich auch Modellbaufan und Ortsvorsteher Gerd Schütz nicht entziehen. „Wenn man das richtig fotografiert, kann man das nicht vom Original unterscheiden“, meinte er am Rande der Schau über ein überaus gelungenes Panzermodell.

Feinste Unterschiede

Eingeweihte machten dabei an für Laien nahezu identisch wirkenden Modellbauobjekten feinste Unterschiede zwischen den Verschiedenen Serien eines Modells aus. Dabei waren es filigranste Arbeiten, die manchmal den Unterschied machten: Entsprechende Beflaggungen, Abzeichen der jeweiligen Organisationseinheit und manchmal auch das passende Diorama als Einrahmung inklusive. So machte auch ein gigantisch detaillierter Nachbau der „USS Missouri“, die inzwischen als Museumsschiff im Hafen von Pearl Harbor auf Hawaii liegt, auf sich aufmerksam.

Die Kamera rausholen, auch mal die Details der anderen Modellbaukollegen abfotografieren, um sich Inspiration für das nächste Projekt zu holen, das war auch an der Tagesordnung. Und nach diesem langen Winter, der zu Modellbauarbeiten im heimischen Keller geradezu einlud, waren die vorwiegend männlichen Aussteller natürlich stolz, einmal die Ergebnisse ihrer teils mit medizinischem Besteck erschaffenen Preziosen genau zu erläutern. Dass dabei auch manche in der Realität vielleicht nie gebaute Maschine zumindest im Maßstab 1:32 oder 1:48 ihren Weg auf den Ausstellungstisch fand, machte die Sache umso spannender.