Übach-Palenberg: Weniger Lärm durch abgeschrägte Borden

Übach-Palenberg: Weniger Lärm durch abgeschrägte Borden

Wertvolles Gewerbeland soll im Gewerbe- und Industriegebiet Weißenhaus intensiver genutzt werden. Dies ist das Ziel einer Änderung des entsprechenden Bebauungsplanes, welcher der Übach-Palenberger Bauausschuss nach kurzer Diskussion einhellig zustimmte.

Für die Verwaltung hatte Achim Engels die Änderungen erläutert. Kernpunkte sind demnach die Aufhebung der bisherigen Höhenbegrenzung für die Betriebe und eine erhebliche Verkleinerung des begrenzenden Grünstreifens von 30 auf zehn Meter Breite. Die große Breite, so Engels, sei nicht mehr zeitgemäß, und für die Abgrenzung zum Wohngebiet „Im Kauert“ plane man einen Lärmschutzwall.

Auch eine zunächst zur Regenrückhaltung vorgesehene Grünfläche an der Talstraße soll in eine Gewerbefläche umgewandelt werden, da in der Nähe bereits ein Regenrückhaltebecken vorhanden ist. Auf eine Frage von Frank Kozian (Grüne) versicherte Achim Engels, dass es für alle verschwindenden Grünflächen einen hundertprozentigen Ausgleich, wenn auch teilweise an externer Stelle, geben werde.

Zustimmung fand auch der auf einem Antrag der CDU beruhende Vorschlag der Verwaltung, die Verkehrsinsel (Querungshilfe) an der Geilenkirchener Straße in Frelenberg mit einer Umrandung aus abgeschrägten Hochborden zu versehen, um die Lärmbelästigung für die Anwohner zu verringern.

Die Anwohner hatten beklagt, dass Lkw, vor allem solche mit Anhängern, über die Ränder der Verkehrsinsel fahren und auch nachts für erhebliche Lärmbelästigung sorgen. Bauamtsleiter Achim Vogelheim erklärte, dass diese Lösung mit rund 1000 Euro kostengünstig sei und dass bei neueren Baumaßnahmen für Verkehrsinseln oder Ähnliches diese Bordsteine verlegt würden, weil ihre Schräge die Reifen der Fahrzeuge auf die Fahrbahn zurück zwinge und so polternden Lärm vermeide.

Das stieß bei der SPD auf Skepsis. „Das schont die Reifen und ist eine Einladung an Pkw-Fahrer zum schnellen Fahren“, sagte Alf-Ingo Pickartz und bekräftigte damit den Einwand von SPD-Sprecher Heiner Weißborn, der auch befürchtete, nun könnten sich viele Anwohner von Verkehrsinseln mit ähnlichen Forderungen melden. Sowohl Bauamtschef Vogelheim als auch der Ausschussvorsitzende Fred Fröschen (CDU) meinten jedoch, dass es sich in Frelenberg wegen der abschüssigen Straße und geringer Fahrbahnbreite um einen Einzelfall handele. Bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen stimmte der Ausschuss dem Vorschlag zu.

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