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Übach-Palenberg: Weißborn erwärmt Herzen der Frierenden

Übach-Palenberg : Weißborn erwärmt Herzen der Frierenden

Eisige Temperaturen herrschten bei der Generalversammlung des SPD Stadtverbandes am Samstag in der Stadthalle Übach.

Grund dafür war die ausgefallene Heizung, doch die Stimmung bei den 82 anwesenden Parteimitgliedern war dafür um so herzlicher und wärmer. Einhellig wählten sie den bisherigen und künftigen Fraktionsvorsitzenden Heiner Weißborn zu ihrem neuen Vorsitzenden.

Seine Stellvertreterinnen sind Bärbel Bartel, die bis dato kommissarisch den Vorsitz übernommen hatte, und Karin Fürkötter. Damit hat die Spitze der Sozialdemokraten in Übach-Palenberg wieder einen neu gewählten Vorsitzenden, der Posten war nach dem Tod von Ewald Waliczek und dem Rücktritt des Stellvertreters Rudi Burbaum noch frei.

Weißborn bedankte sich für das Vertrauen - es wählten ihn 78 Delegierte von 82 - und ließ zunächst noch mal die Kommunalwahl am 26. September Revue passieren. Nach einem harten Wahlkampf habe sich dort die SPD als mit Abstand stärkste Fraktion im verkleinerten Rat behauptet.

„Es hat sich gelohnt, zu kämpfen”, resümierte der neue Vorsitzende, ließ aber nicht die politischen Gegner außer Acht. „Die CDU hat eine Klatsche gekriegt, die sich gewaschen hat”, fand Weißborn, „und die UWG hat zwar dazugewonnen, aber einen Wahlkampf betrieben, der alles andere als sauber war.”

Er sieht die SPD als Partei, die „Kommunalpolitik für die Menschen in unserer Stadt” mache und freute sich auch darüber, dass die von der Versammlung einstimmig begrüßte Koalitionsvereinbarung mit Bündnis 90/Die Grünen wieder eine vertrauensvolle Basis der Zusammenarbeit bilde.

Die Themen in den kommenden fünf Jahren werden laut Weißborn die Fortschreibung des Schulsanierungskonzeptes, die Sanierung des Hallenbades ab Mai 2005 und die Option, das Freibad wieder zu öffnen, sowie eine verstärkte Arbeit im Bereich der Kinder- und Jugendpolitik sein. Auch die Ortsumgehungen für Scherpenseel sowie die B57n für Boscheln erwähnte er, ergänzt um Erhalt und Neuansiedlung von Gewerbebetrieben.

Darüber hinaus dachte Weißborn laut darüber nach, die Struktur des SPD-Stadtverbandes zu modernisieren und auch mit Unterstützung von JuSo, ASF und AG 60plus die Überschrift „Aufbruch in die Zukunft” in die Tat umzusetzen.

Zuvor hatte Stellvertreterin Bärbel Bartel daran appelliert, den Stadtverband zu stärken. Wollten die Genossen nämlich noch vor wenigen Jahren das 500. Mitglied anpeilen, gibt es derzeit 371 Mitglieder in der ehemaligen Zechengemeinde.

Mehr Bürgerkontakt

„Wir müssen mehr um die Herzen der Bürger ringen”, sagte Bartel weiter und forderte noch mehr Bürgerkontakt und Arbeit jedes Einzelnen, denn „nach der Wahl ist vor der Wahl”.

Dass „wir durchaus Ergebnisse einfahren, die sich sehen lassen können”, sah der Unterbezirksvorsitzende Franz-Josef Fürkötter, mit Blick auf das Abschneiden der SPD in Übach-Palenberg, in seiner Rede. Dennoch müssten gerade die Menschen gewonnen werden, die nicht zur Wahl gehen, schloss er.