Weinfest in Geilenkirchen

Tausende Besucher in Geilenkirchen : Edle Weine und Genüsse aus dem Meer

Ein trockener Riesling zu einer Auster, ein Chardonnay zum gegrillten Schweinebauch oder einen Grauburgunder zu Reibekuchen: Das war die Spannweite, die bei der 15. Auflage des Weinfestes in Geilenkirchen geboten wurde. Dazwischen gab es aber jede Menge Nuancen, die jedem Weinfreund bei geselligen Stunden rund um St. Marien einen Gaumenschmaus boten.

Egal, wo Detlef Kerseboom, der Aktionskreis-Geschäftsführer und Leiter der Arbeitsgruppe „Weinfest“, vorbeikam – ihm wurde von vielen Seiten großes Lob gezollt. Es ist ihm und seinem Team wieder einmal gelungen, eine große Bandbreite des deutschen Weinbaus in Geilenkirchen zu präsentieren.

Ein Manko gab es allerdings: Es ist gar nicht so einfach und gelang nicht jedem, bei den Temperaturen am Freitag und Samstag den Rotwein auf Zimmertemperatur zu bringen. In vielen Deutschen Weinanbaugebieten hat die Lese bereits begonnen. Bevor Mitte September aber die Hauptarbeit startet, fanden zehn Winzer aus der Pfalz, von Mosel, Nahe und Ahr, aus Rheinhessen und vom Mittelrhein den Weg nach Geilenkirchen.

„Das hiesige Weinfest ist ein gutes Pflaster für uns“, freuten sich einige der Anbieter. „Schön, dass Sie da sind“, war auf dem Plakat, mit dem für das Fest geworben wurde, zu lesen. Und man hat in Geilenkirchen einiges getan, um den Gästen angenehme Stunden in schöner Umgebung zu bieten.

Beste Stimmung an den Tischen. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Die vergangenen Jahre hatten gezeigt, dass es ganz schön eng rund um Markt und Rathausplatz geworden war. So hatte der Veranstalter in diesem Jahr den Bereich großzügiger gefasst und für mehr Sitzgelegenheiten gesorgt. Aber auch diesmal wurde es speziell am Freitag- und Samstagabend sehr eng. Das tat der Geselligkeit allerdings keinen Abbruch. Wer auch nur fünf Prozent der rund 200 angebotenen Weine probieren wollte, brauchte reichlich „Kondition“. Die Temperaturen rund um die 30-Grad-Marke taten ein Übriges.

Es wurde gesehen, dass nicht jeder Besucher gerade wie eine Weinflasche nach Hause marschierte. Dabei war es mit den deutschen Weinen ja auch nicht getan. Speziell bei den Händlern fanden sich auch noch erlesene internationale Tropfen; Cocktails waren zu haben und auch erfrischendes Mineralwasser. Dessen Konsum wurde gegen Abend aber deutlich geringer. So weit der Bogen bei den Weinen gespannt war, so umfangreich war auch das kulinarische Angebot. Frische Austern? Kein Problem. Fisch- und Wildvariationen oder lieber gut gewürztes (macht Durst), deftiges Grillfleisch? Auch das war im Angebot. Ob Schmalzstulle oder Käseplatte, Pommes oder Reibekuchen – alles war da, alles war lecker. Inwieweit sich dann am Ende ein Eis oder gar ein Nutella-Crepes mit Speis und Trank vertrugen, blieb jedem Magen selber überlassen. Vielleicht half dann ja ein guter Espresso. Den servierte Thomas Große von der Kreissparkasse Geilenkirchen direkt aus dem KSK-Kaffee-Mobil gegen eine Spende, die dann der Jugendhilfe Geilenkirchen Franz von Sales zugutekommen wird.

Auch kulinarisch gab es nichts zu meckern. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Am Freitagabend zur Eröffnung hatte man mit „Printentown“ eine Aachener Combo engagiert, die sich dem guten alten Dixieland-Jazz verschrieben hat. Ansonsten fand man auf dem Rathausplatz auch immer wieder Livemusik. Viele Geschäftsleute aus der Innenstadt schlossen sich dem Fest mit den vielen Besuchern an und öffneten Sonntagnachmittag ihre Läden.