Gangelt: Weihnachten im Wildpark Gangelt: Der Nikolaus füttert die Bewohner

Gangelt : Weihnachten im Wildpark Gangelt: Der Nikolaus füttert die Bewohner

Wieder keine weiße Weihnacht im Gangelter Wildpark! Trotzdem war es anders als all die anderen Jahre. Diesmal machte der Weihnachtsmann am Heiligen Abend, kurz bevor es mit den Bescherungen landauf, landab losging, zwischen Rehen, Elchen und Wildschweinen Station, um auf den allerletzten Drücker die Zettel vom Wunschbaum in Empfang zu nehmen.

„Es sollte dir doch gelingen, lieber Nikolaus, auch so kurzfristige Wünsche noch zu erfüllen“, begrüßte Wildpark-Mitarbeiter Florian Wilde den noch sehr jungen Rauschebartträger am Eingang zur Falknerei. Standesgemäß fuhr St. Nikolaus mit einer Kutsche vor. Claudia und Norbert Wilde hatten Nick, einen 16-jährigen Tinker aus Irland, eingespannt. Die Kutsche, ein Buggy, bot eine kleine Ladefläche, die mit Möhren, Äpfeln und reichlich Kraftfutter beladen war. Nachdem der Nikolaus die Kinder mit ihren Eltern, seinen Freund Florian und Dr. Hermann von den Driesch, den Geschäftsführer des Parks, begrüßt hatte, nahm er sich reichlich Zeit, mit den Kindern an den Gehegen vorbeizuschlendern und die Tiere, die gerade nicht mit Winterschlaf beschäftigt waren, zu füttern.

Wie schon erwähnt, standen als Festtagsmenu Möhren, Äpfel und Kraftfutter auf der Karte. Eine Woche vorher war der Wunschbaum mit zahlreichen Zetteln geschmückt worden. Diese Aktion, ebenso wie die mit dem Nikolaus, hatte Florian Wilde von einem Praktikum beim Tierpark in Eegholt bei Hamburg mitgebracht.

Im Rahmen einer Fackelwanderung mit rund 40 Teilnehmern zogen die Kinder zum Wunschbaum. Während die Erwachsenen mit echten Fackeln den Weg beleuchteten, hatte viele Kinder die Gelegenheit genutzt und ihre St. Martin-Fackeln noch einmal hervorgeholt — ein selten buntes Bild im Wildpark. Nachdem auch der letzte Weihnachtswunsch platziert worden war, zog die Gesellschaft mit Florian Wilde von Gehege zu Gehege. Die sehr kindgerechte Führung kam gut an und endete bei einem Lagerfeuer, Glühwein und Kinderpunsch auf dem Spielplatz.

Abschied nehmen

Bis dahin war auch der Nikolaus am Heiligen Abend mitgezogen; er genoss die Führung durch den stillen Park scheinbar sehr. Dann hieß es aber Abschied nehmen, denn für St. Nikolaus stand ja noch ein strammes Programm mit unzähligen Bescherungen an. All zu lange hielt sich der Nachwuchs aber nicht an den Spielgeräten auf. Schließlich galt es möglichst bald nach Hause zu kommen, um nachzusehen, was denn da unter dem Christbaum wartete.

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