Geilenkirchen: Wasserspiel aus Bronze statt Parkplatzöde

Geilenkirchen: Wasserspiel aus Bronze statt Parkplatzöde

Die Neugestaltung des Friedlandplatzes ist ein großes Thema. Das erörtert der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung der Stadt Geilenkirchen in seiner 24. Sitzung am Donnerstag.

Die Planungsgruppe MWM vom Büro für Städtebau und Verkehrsplanung aus Aachen stellt dem Ausschuss dazu ein Konzept vor, das unter anderem einen neuen Brunnen mit Wasserspielen vor dem Haus Basten vorsieht.

Bereits im vom Rat der Stadt verabschiedeten „Integrierten Handlungskonzept” sind Denkansätze zur Umgestaltung des Friedlandplatzes erhalten. Das Planungsbüro ist der Meinung, dass die Fläche an der Querverbindung zwischen Konrad-Adenauer-Straße und Haihoverstraße seine Chancen und Möglichkeiten als zentraler Innenstadtplatz momentan nicht ausnutzt, eher ein Schattendasein als Dauerparkplatz ohne urbanes Leben führt.

Zielsetzung müsste die Ausschöpfung der Platzpotentiale durch neue Flächenaufteilung sowie ein attraktives Verweilangebot im besonnten westlichen Bereich mit Spielbrunnen und Sitzmöglichkeiten sein. Einhergehend sollten eine Verbesserung der Grünausstattung und eine Beseitigung des Hinterhofcharakters durch Geschäftserschließungen von zwei Seiten sowie Gastronomie zur Platzverbesserung beitragen.

Um die Planung in der vorzustellenden Form zu verwirklichen, muss das derzeitige Parkplatzangebot von 26 um acht auf 18 Stellplätze reduziert werden. Vor dem Haus Basten sehen die Planungen ein rund 200 Quadratmeter großes Rechteck als „Ruhezone” vor, an zwei Ecken eingegrenzt von je einem 80 Zentimeter hohen Heckenwinkel aus Kirschlorbeer. In diesen durch die Hecken geschützten Nischen laden Ruhebänke zum Verweilen ein.

Inmitten der Ruhezone soll der vom Aachener Bildhauer Bonifatius Stirnberg gestaltete Brunnen aus Bronze die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Ausgangsidee ist, das Thema Wasser an dieser historischen Stelle, wo früher die Ölmühle Basten ihre Arbeit verrichtete, auf neue und spielerische Art ins Bewusstsein zu bringen.

Der neu gestaltete Friedlandplatz soll durch ein eigenes Lichtkonzept in Szene gesetzt werden. Diese kleine Zusatzbeleuchtung werde zur Gesamtaufwertung beitragen, ist sich das Planungsbüro sicher. Die Kosten für diese Ruhe- und Spielzone schätzt die Planungsgruppe auf rund 59000 Euro. Diese müssten im Stadium der Entwurfs- und Ausführungsplanung verbindlich berechnet werden.

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