Übach-Palenberg: Wasserkonzessionsvertrag: Nun ist für 30 Jahre Ruhe

Übach-Palenberg : Wasserkonzessionsvertrag: Nun ist für 30 Jahre Ruhe

Die Tinte kann trocknen, das Wasser kann fließen: Die Spitzen der Übach-Palenberger Stadtverwaltung und der Enwor haben am Freitag im Rathaus den Wasserkonzessionsvertrag unterschrieben.

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (CDU) und der Erste Beigeordnete Helmut Mainz für die Stadt und die Geschäftsführer Herbert Pagel und Reinhold Hüls für die Enwor besiegelten damit das Ende dreieinhalbjähriger Verwirrungen und Streitigkeiten, die rund um das Thema geherrscht hatten — und den Beginn von weiteren 30 Jahren Zusammenarbeit.

Wenige Stunden zuvor, genau um Mitternacht, war die Frist für die im Ausschreibungsverfahren unterlegenen Bieter verstrichen, auf ein Neues juristisch gegen die Konzessionsvergabe vorzugehen.

Die Enwor wird die Konzessionen in die Stadtwerke Übach-Palenberg einbringen, die ungeachtet aller Unklarheiten bereits gegründet worden sind. Sie sollen zum Jahreswechsel den Betrieb aufnehmen. Bis dahin ist noch allerlei Bürokratie zu erledigen. Eigene Mitarbeiter oder gar ein Gebäude bekommen die Stadtwerke nicht, de facto bleibt das operative Geschäft unter dem Dach der Enwor. Stadt und Enwor werden je einen Geschäftsführer stellen.

Langfristig bietet die neue Gesellschaft noch weitere Optionen. So ist naheliegend, dass in fernerer Zukunft auch darüber gesprochen wird, die Versorgung mit Strom und Gas in eigene Hände zu nehmen. Diese liegt zurzeit noch bei der NEW beziehungsweise der EWV.

Auch Vertreter der Politik wohnten dem Termin im Rathaus bei. Gerhard Gudduschat (CDU) sagte: „Wir sind erleichtert und erfreut. Die Vergabe wurde einstimmig beschlossen und gemeinsam haben wir alles durchgestanden. Da sage ich auch der Opposition mal Dankeschön.“

(jpm)
Mehr von Aachener Zeitung