Geilenkirchen: Warum SPD-Hoffman Schmitz wählen wird

Geilenkirchen: Warum SPD-Hoffman Schmitz wählen wird

Für die „persönliche Meinung“ der Geilenkirchener SPD-Fraktionschefin Gabi Kals-Deußen und des SPD-Parteichefs Stefan Mesaros, den CDU-Kandidaten Ronnie Goertz vor der Stichwahl zum Bürgermeister am Sonntag, 27. September, zu unterstützen, hat der ehemalige SPD-Fraktionschef Horst-Eberhard Hoffman kein Verständnis.

„Sie vergessen dabei zu erwähnen, dass ihre ‚persönliche Meinung‘ in der SPD keine Mehrheit hat“, moniert er.

In der Vorstandssitzung am Montagabend hatten Mesaros und Kals-Deußen ihren Parteifreunden empfohlen, Goertz zu unterstützen. „Sie sind am Montag gescheitert, mit einem Votum für Goertz die SPD zu einem Anhängsel an die CDU werden zu lassen“, erklärt Hoffmann.

Wenn Ronnie Goertz in der Stichwahl gewählt werde, könne die CDU in den nächsten fünf Jahren schalten und walten, wie sie wolle. Dies erklärt Hoffmann mit Blick auf die Sitzverteilung im Stadtrat: Von den 38 Ratsmitglieder gehören 18 der CDU und einer der FDP an.

Die FDP stimmt für gewöhnlich mit der CDU ab. „Wird der Bürgermeister von der CDU gestellt, hat sie also wieder die absolute Mehrheit“, rechnet Hoffmann vor. „Das wollen wir verhindern, und das kann man nur verhindern, wenn Georg Schmitz gewählt“, so Hoffmann. In der Politik gehe es um Mehrheiten, die könne er als Sozialdemokrat nicht an die CDU verschenken.

Verwundert zeigt sich Hoffmann auch heute noch darüber, dass Kals-Deußen und Mesaros sich von Anfang an für eine Unterstützung von Goertz stark gemacht haben sollen. Doch die Partei hatte sich in einer Mitgliederversammlung für die Unterstützung des Bürgerlisten-Fraktionschefs Christian Kravanja entschieden. „Unsere Mitglieder, so mein Eindruck, haben kein Interesse, zu den Verhältnissen in unserer Stadt vor 2009 zurückzukehren. So werden sich viele, wie auch ich, für Georg Schmitz entscheiden.“

(st)
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