1. Lokales
  2. Geilenkirchen

Vortrag der Europa Union Geilenkirchen

Von der Quelle bis zur Mündung : Wurmtal bietet ein einzigartiges Naturerlebnis

„Die Wurm – Von der Quelle bis zur Mündung“ lautet das Thema einer Vortragsveranstaltung der Europa-Union Geilenkirchen. Sie findet statt am Freitag, 22. Februar, in Haus Basten in Geilenkirchen.

Heimatlich geht es demnächst bei der Europa-Union Geilenkirchen zu. Denn im Mittelpunkt der nächsten Vortragsveranstaltung steht die Wurm. Der Lichtbildervortrag von Gerd Braun aus Übach-Palenberg findet am Freitag, 22. Februar, um 19:30 Uhr in der Geilenkirchener Begegnungsstätte Haus Basten (Konrad-Adenauer-Straße, Eingang: Holzmarkt) statt. Mitglieder und Gäste sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Rund 53 Kilometer lang windet sich die Wurm von ihrer Quelle im Aachener Wald, bis sie in Heinsberg-Kempen in die Rur mündet. Ist der Verlauf der Wurm im Aachener Stadtgebiet noch unterirdisch, erreicht er nördlich des Aachener Europaplatzes erst wieder die Erdoberfläche.

Das Wurmtal bietet ein einzigartiges Naturerlebnis mit geschichtlicher Vergangenheit. Es liegt auf Gebieten von Würselen und Herzogenrath auf beiden Seiten der Wurm und ist ein beliebtes Naturschutzgebiet. Neben Naturoasen schmücken Bergbaudenkmäler, Schlösser, Burgen und Mühlen die Ufer der Wurm.

Bereits die Römer wussten die warmen Quellen in Aachen zu schätzen. Das Aachener Becken war von mehreren heißen und kalten Bächen durchzogen, deren natürlicher Ablauf der Wurmbach war. Das kalte Wasser der Wurm war übrigens Grund dafür, dass sich in Aachen und im Stadtteil Burtscheid die Tuchfabrikation ansiedelte. Im Aachener Stadtgebiet wurde die Wurm bereits Mitte des 18.Jahrhunderts kanalisiert.

Zu Zeiten des Steinkohlebergbaus im Aachener Revier musste die Wurm Grubenwasser und Abwasser der Kohlewäschen aufnehmen. Neben den Abraumhalden sind noch viele Relikte aus dieser Zeit zu finden. Zahlreiche Mühlen nutzten das Wasser der Wurm als Antriebskraft für ihre Mahlwerke. Viele dieser Mühlen sind heute noch sehenswerte Bauwerke und touristische Anziehungspunkte.

Auch Burgen, Schlösser und Gutshöfe wie „Kaisersruh“, der nach langen Jahren des Brachliegens inzwischen wieder in neuem Glanz erstrahlt, Gut Kalkofen, Burg Wilhelmstein, Burg Rode, Schloss Rimburg, Schloss Zweibrüggen und Schloss Trips sind Zeugnisse der Geschichte. Schließlich haben die Kämpfe im Zweiten Weltkrieg ihre Spuren hinterlassen, vor allem mit der Zerstörung des Bachgebietes bei Heinsberg. Als Grenzfluss zwischen den Städten Herzogenrath und Übach-Palenberg ist die Wurm aber heutzutag eher eine Verbindungs- als eine Trennlinie.

(red)