Geilenkirchen-Gillrath: Volkslauf der DJK Gillrath: 320 Athleten laufen und schwitzen

Geilenkirchen-Gillrath: Volkslauf der DJK Gillrath: 320 Athleten laufen und schwitzen

„Nee, nee, ich habe eigentlich nicht gewonnen“, keuchte Markus Breuer vom SV Germania Dürwiß beim Durchlaufen der Ziellinie. Im Zehnkilometerlauf wurde Breuer als Erster im Zielraum jubelnd empfangen, die Zeit stoppte bei 36:40 Minuten.

„Da waren noch zwei Läufer vor mir, plötzlich habe ich die nicht mehr gesehen und ich dachte schon: Mann, was geben die Gas“, lachte der erste Zieleinläufer. Dann kamen seine beiden bisherigen Vorderleute Jorrit van de Raadt (Stap Brunssum) und Andre Schiffers (DLC Aachen) als Siebter und Achter ins Ziel gehechelt und schüttelten mit dem Kopf.

„Wir sind rund 800 Meter weitergelaufen, man hat uns falsch abbiegen lassen“, so die beiden Junioren, deren offizielle Siegerzeit weiter unter der von Markus Breuer gewesen wäre. Beide Unglücksraben vermuteten aber keine Verschwörung, sondern es sei einfach nur „dumm gelaufen“. Diese Anekdote bot natürlich Gesprächsstoff auf dem Sportplatzgelände.

Als bester Teilnehmer aus dem Kreis Heinsberg erreichte Robert Thönnissen vom VfR LG Unterbruch als Zehnter das Ziel. Bester weiblicher Teilnehmer war die vereinslose Sonja Vernikow. Sie lief mit 44:06 Minuten eine fantastische Zeit, die junge Dame ist erst 14 Jahre alt.

Bereits am Samstagnachmittag war das große Team der DJK Gillrath im Einsatz gewesen und hatte das Ereignis frühzeitig vorbereitet, damit man am Sonntagmorgen weniger Stress haben würde. Dieser kam dennoch, denn das schöne Herbstwetter lockte Hunderte Läufer und Läuferinnen aus dem ganzen Rheinland und dem benachbarten Grenzgebiet nach Gillrath. Die Teilnehmerzahl war gigantisch, im Hauptrennen über die Halbmarathon-Distanz waren 86 Läufer und Läuferinnen dabei, insgesamt hatten sich 320 Athleten angemeldet.

„Es ist unsere 37. Veranstaltung und wir konnten heute Morgen viele Stammgäste begrüßen“, freute sich Andreas Kannengießer im Zielraum. Besonders hob er den Zuwachs bei den Senioren hervor. „Als ich 1990 erstmals mitmachte, waren die Teilnehmer im Alter von 60 plus fast schon eine Seltenheit. Wenn ich heute auf die Starterliste schaue, dann stellen die Läufer ab 60 eine stolze Truppe und besonders die zahlreichen Teilnehmer ab 75 haben all unseren Respekt verdient“, so Kannengießer weiter, der im Zielraum als Sprecher fast jeden Einläufer namentlich begrüßte. Neben den älteren Semestern war aber auch die Jugend sehr stark in den Hauptläufen vertreten, sie zeigte sich sehr sportlich.

Für viele Teilnehmer ging es auch um wichtige Punkte in der Laufserie um den Rur-Eifel-Volkslauf-Cup, einige gingen an ihr persönliches Limit, für andere standen die Fitness und die persönliche Motivation im Vordergrund.

Bei den Siegerehrungen der Jugend freuten sich die Kleinen über Urkunden, schicke Medaillen und eine ganze Tüte voller Süßigkeiten. Wobei sich die Sieger der Altersklassen-Wettbewerbe besonders freuten. „Es gibt für jeden Altersklassensieger einen Sack Kartoffeln“, erklärte Andreas Kannengießer und bezeichnete diesen ungewöhnlichen Preis als „Läufernahrung aus heimischer Erde“.

Kannengießer dankte im Namen des Vorstandes allen Helferinnen und Helfern, ohne die so ein Ereignis nicht möglich wäre. „Hier ist über Jahre eine Einheit gewachsen“, freute sich Kannengießer, der auch der Freiwilligen Feuerwehr für ihren Einsatz bei der Verkehrsführung dankte.

(agsb)