Geilenkirchen: Vielfalt der Kulturen: Nikolaus ist international gefragt

Geilenkirchen: Vielfalt der Kulturen: Nikolaus ist international gefragt

Täglich sind die jungen Studierenden aus Asien, dem Nahen Osten und Südamerika in Geilenkirchen zu sehen. Und es kann sicherlich als Glücksfall bezeichnet werden, dass es Professor Hermann-Josef Buchkremer im Jahre 2000 gelungen ist, die Voraussetzungen für das „Freshman Institut“ der FH Aachen zu schaffen.

Die jungen Frauen und Männer aus rund 20 Ländern im Alter von 17 bis 22 Jahren bereiten sich seit Oktober 2014 im Campus Geilenkirchen-Loherhof der Fachhochschule (FH) Aachen auf das Studium in Maschinenbau, Chemie, Physik, BWL oder Mathematik vor. Dieses führt sie dann an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen.

„Die deutsche Ingenieurausbildung ist für viele Studenten aus diesen Ländern mit Abstand die begehrteste“, hatte der frühere Rektor der Fachhochschule Aachen-Jülich, Hermann-Josef Buchkremer, damals gesagt. Heute ist er Leiter des „Freshman Instituts“ und leidenschaftlicher Befürworter der Aufnahme von Studierenden aus China und anderen asiatischen Ländern in Deutschland. Bevor die jungen Frauen und Männer das eigentliche Studium angehen können, müssen sie ein Vorbereitungsjahr in Geilenkirchen absolvieren.

Rekordzahl an Studenten

Den Unterricht erhalten die jungen Leute im Schulgebäude im Loherhof, die Praktika werden an Forschungsstätten sowie Laboren und Werkstätten der FH Aachen absolviert. Nach dem „Crash-Jahr“ beherrschen die Studenten die Sprache und Grundbegriffe ihres Studienfaches.

Im laufenden Schuljahr sind es 350 Studenten, die in Geilenkirchen pauken — und das ist ein neuer Rekord. Rund 300 haben im Loherhof eine vorübergehende Heimat gefunden und auch das im vergangenen Jahr fertig gestellte neue Wohngebäude bezogen. Etwa zwei Dutzend leben in eigenen Wohnungen in Geilenkirchen, zwei weitere Dutzend in Jülich.

Zu Nikolaus trafen sich alle Studierenden in der Aula des Loherhof in Geilenkirchen. Im Rahmen ihrer wohl ersten Nikolausfeier überhaupt, wurden sie von Buchkremer begrüßt. „Wir sind stolz darauf, dass ihr hier seid“, sagte Buchkremer. Die Studierenden seien mit Wünschen nach Deutschland gekommen und würden hier auch das Leben und die Kultur kennen lernen. „Es liegt in eurer Verantwortung, ein guter Repräsentant eures Landes zu sein“, sagte der Professor.

Sozialassistentin und Koordinatorin Sara Khaffaf führte durch ein unterhaltsames Programm, dessen musikalische Beiträge aus der Studentengemeinschaft viel Applaus erhielten.

Nikolaus als Fotomotiv

Die Gesangs- und Tanzdarbietungen der Studierenden zeigten die Vielfalt der Kulturen auf. Khaffaf erklärte den Studenten die Bedeutung des Nikolausfestes anhand der Geschichte des heiligen Nikolaus. Fast alle jungen Studenten zückten ihre Kamera und machten Bilder vom Nikolaus, der in diesem Moment die Aula betrat. Der Nikolaus hatte für alle einen „kleinen Kollegen“ aus Schokolade mitgebracht, den sich die Studierenden schmecken ließen.

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