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Geilenkirchen/Übach-Palenberg: Viele Schützen pfeifen auf die Königswürde

Geilenkirchen/Übach-Palenberg : Viele Schützen pfeifen auf die Königswürde

Viele Schützenbruderschaften finden in diesem Jahr keinen König: Nach Bauchem, Geilenkirchen, Hatterath und Immendorf marschieren bald bereits vier Bruderschaften ohne aktuelle Majestäten durch die Straßen ihrer Ortschaften.

Auch in Langbroich/Gangelt und Scherpenseel/Übach-Palenberg hielten die Schützen diesmal vergeblich Ausschau nach einem Bewerber für das Königsamt. Wie zu hören, ist das „Ende der Fahnenstange” noch nicht erreicht.

Da macht sich Bezirksbundesmeister Josef Kouchen so seine Gedanken über das „Warum”. Der 64-Jährige vertritt 3000 Schützenbrüder und -schwestern aus den Stadtgebieten Geilenkirchen, Übach-Palenberg sowie Teilen von Baesweiler und Hückelhoven.

„Heute will keiner mehr Verantwortung übernehmen”, konstatiert Josef Kouchen beim Gespräch mit unserer Zeitung. In den Vorständen ließen sich manchmal nur schwerlich die Posten besetzen. Wie bei anderen Vereinen auch, gebe es bei den Schützen Nachwuchsprobleme, obwohl: „Wir bieten Jugendlichen die Möglichkeit, sich über Schießabteilung und Fahnenschwenken sportlich zu betätigen.”

Das Schützendasein solle als Hobby angesehen werden, und ein Hobby koste nun mal auch Geld. „Das Geld sitzt aber nicht mehr so locker”, nannte Josef Kouchen den Hauptgrund für die „Königsmisere”.