Geilenkirchen: Viel Spaß mit Hölzern beim Kubb-Turnier der DJK

Geilenkirchen: Viel Spaß mit Hölzern beim Kubb-Turnier der DJK

Nein, Kleinholz war nicht angesagt bei der jüngsten Auflage des Kubb-Turniers in Lindern. Auch wenn das Kubb-Spiel zum Erbgut der Wikinger gehört, ging es bei dem von der Sonne verwöhnten, sportlichen Spaß mit der DJK Lindern-Würm-Beeck sehr gesittet zu.

Dass dieses Mal das zur schönen Tradition gewachsene Spiel- und Spaßwochenende zum Ende der Fußballsaison auf dem Sportplatz am Rande von Lindern etwas kleiner ausfiel, weil der Spiel- und SpaßParcours á la „Spiel ohne Grenzen“ nur alle zwei Jahre angeboten wird, minderte die Freude keineswegs.

Denn Kubb funktioniert ein kleines bisschen so wie Boule, und auch das hat ja bekanntermaßen schon seit unzähligen Jahren eine große Fangemeinde.

Die Regeln

Das Spiel ist schnell erklärt: Auf einer rechteckigen Fläche von etwa fünf mal acht Metern Grundfläche traten in Lindern Dreierteams an, die sich ähnlich dem Schach, gegenüberstehen. Sechs Wurfhölzer, sogenannte Kubbs, die nur am Ende angefasst werden dürfen, und nur gerade von unten nach vorne geworfen werden, teilten die Mannschaften untereinander auf. Dazu wurden die Kubb genannten hölzernen Rechtecke aufgestellt, die als Wurfziele dienen und als Spielfeldbegrenzung aber auch als Feldkubb dienen.

„Leider hatte die Stadt vergessen, den Rasen zu mähen, so mussten wir uns selbst helfen“, berichtete Jörg Berger von der Orgamannschaft. „Das war aber am Ende sehr praktisch, so konnten wir den Rasen für unsere Spielfelder auf Maß schneiden“, so Berger weiter.

Weiter im Spiel: Team A muss nun von der Grundlinie aus versuchen, die Kubbs der gegnerischen Mannschaft B zu treffen. Sind alle Wurfhölzer geworfen, werden die umgeworfenen Kubbs von Team B über die Mittellinie in die gegnerische Spielhälfte geworfen und dort aufgestellt, wo sie landen. Diese Feldkubbs dürfen dabei in beliebiger Richtung aufgestellt werden. Team B muss jetzt die zunächst hineingeworfenen Feldkubbs umwerfen, bevor sie auf die Kubbs an der Grundlinie von Team A werfen darf.

Gelingt es Team B nicht, alle Feldkubbs zu treffen, dürfen die Gegner zu einer gedachten Linie auf den vordersten Feldkubb vorgehen, um von dort auf die Basiskubbs zu werfen.

17 Teams dabei

Was in der Theorie vielleicht etwas kompliziert klingt, wurde in Lindern in der Praxis schnell zum Selbstläufer, auch für die zahlreichen Zaungäste. Für diese gab es zudem noch ein Rahmenprogramm mit viel Geselligkeit, Getränken und Speisen.

Am Ende geht das Spiel übrigens so lange, bis eine der Mannschaften alle gegnerischen Kubbs umgeworfen hat, der König muss dabei unberührt bleiben, sonst hat das Team des Werfers, das ihn trifft, gleich verloren.

Am Ende gab es unter den 17 angetretenen Teams vier Mannschaften, die besonders jubelten. So lagen „Ü 40“ am Ende ganz vorne, noch vor „SpiRo“, der ersten Mannschaft von „Ajax Dauerstramm“ und dem Team „Teverener Holzwürmer“. Die weiteren Platzierungen: 5. Alte Herren I der SG Union, 6. Bierathleten, 7. Zielen ist was für Anfänger, 8. Awo Oldies, 9. Ajax Dauerstramm 2, 10. Knüppel aus dem Sack, 11. Daylight, 12. Billard 2, 13. Venga, 14. Billard 1, 15. SGU Alte Herren II, 16. Awo Görls und 17. Killerkönige.