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Geilenkirchen: Viel Alkohol und ein fliegendes Glas

Geilenkirchen : Viel Alkohol und ein fliegendes Glas

Viel Alkohol und ein fliegendes Glas unter Kollegen waren am Donnerstag die Hauptakteure bei einer Verhandlung vor dem Amtsgericht.

Unter Vorsitz von Einzelrichter Thomas Schönig musste sich ein 27-jähriger Maurer aus dem Selfkant wegen schwerer Körperverletzung verantworten.

Er hatte zwei Tage vor dem Heiligen Abend im Jahr 2002 in einer Geilenkirchener Diskothek mit seinen Arbeitskollegen gefeiert.

Gegen 4.30 Uhr und nach reichlichem Alkoholgenuss - es wurden 1,9 Promille gemessen - kam es dann zwischen dem Angeklagten und seinem 26-jährigen Arbeitskollegen aus Gangelt zu einer verbalen Auseinandersetzung.

„Wir hatten auf der Baustelle schon mal eine kleine Meinungsverschiedenheit, er hatte mich auch schon immer mal getriezt”, gab der 27-Jährige zu Protokoll.

So habe ein Wort das andere ergeben, schließlich habe der Angeklagte mit einem leeren Longdrink-Glas nach dem Geschädigten geworfen. „Ich wollte ihn nicht treffen, sondern an ihm vorbeiwerfen, ihm damit eine Warnung geben”, sagte der Maurer vor Gericht.

Werfer geständig

Der Zeuge stellte den Sachverhalt ähnlich dar, er habe „plötzlich” das Glas auf ihn zufliegen sehen. Beim Eintreffen der Polizeibeamten gab sich der Werfer sofort geständig, er entschuldigte sich wiederholt für den Vorfall.

Einige Zeit nach der Tat rief er den Geschädigten an, entschuldigte sich nochmals bei ihm und verabredete mit diesem ein Schmerzensgeld in Höhe von 1000 Euro.

„Für mich war das klar, da wir in einem Betrieb arbeiten, einigten wir uns so”, erläuterte der Getroffene dazu in der Verhandlung. „Sie haben ziemlich viel Schwein gehabt”, redete Richter Thomas Schönig dem Angeklagten ins Gewissen.

Schließlich verurteilte er ihn zu 500 Euro Geldstrafe zugunsten einer gemeinnützigen Einrichtung.